Montag, 20.11.2017
StartseiteDas FeaturePassagen der Erinnerung12.09.2017

Das koloniale Erbe Dänemarks in der KaribikPassagen der Erinnerung

Zucker war das Weiße Gold für den Aufschwung der Neuen Welt im 18. Jahrhundert, der transatlantische Dreieckshandel war sein Motor und die ehemals Dänisch-Westindischen Inseln in der Karibik waren als Kolonie äußerst profitabel. Problematisch dagegen ist die Erinnerung an die Sklavenwirtschaft auf den Zuckerrohrplantagen.

Von Jane Tversted und Martin Zähringer

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Das Rote Fort der Dänen in Fredriksted auf St. Croix wurde 1760 gebaut. Es war ein wichtiger Stützpunkt für die koloniale Sklavenwirtschaft auf den Dänisch-Westindischen Inseln. (Deutschlandradio / Martin Zähringer)
Das Rote Fort der Dänen in Fredriksted auf St. Croix (Deutschlandradio / Martin Zähringer)

Die Dänen haben 1917 die Inseln samt Einwohnern an die USA verkauft und wollten damit einen Schlusspunkt setzen. Viele Nachfahren der ehemals versklavten Afrikaner wiederum suchen die Wurzeln ihrer Identität. Wie recherchiert ein Afro-Karibe, was auf der berüchtigten Mittelpassage verloren ging, als seine Vorfahren über den Atlantik verschleppt wurden? Welche Quellen der Erinnerung gibt es für einen Dänen in Kopenhagen? Und wie bringt das Dänisch-Westindische Archiv, das jetzt mit Millionen Dokumenten online geht, beide zusammen? Das Feature zeigt Umrisse einer postkolonialen Erinnerungskultur und beobachtet Menschen auf den Passagen ihrer Erinnerung.

BildergalerieCariso-Sängerin Cedelle Petersen und Olu Massey-ElDänische Touristen auf St. CroixSklavenliste in Iversens Rechnungsbuch von 1673Ulla Lunn mit historischer Karte von St. Croix

Produktion: Dlf 2017

Transkriptionen und Übersetzungen der Interviews für das Feature wurden gefördert von Bingo - Umweltlotterie Schleswig Holstein und Bündnis Eine Welt Schleswig Holstein e.V.

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