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StartseiteDossierDas "Quirra-Syndrom"19.08.2011

Das "Quirra-Syndrom"

Ermittlungen über einen Nato-Schießplatz auf Sardinien

Der Staatsanwalt von Lanusei, einem Ort im Westen Sardiniens, ermittelt in einem heiklen Fall. Es besteht der Verdacht, dass auf dem größten NATO-Übungsplatz Europas, dem Schießplatz von Quirra auf Sardinien, unter anderem von der deutschen Bundeswehr Waffen gesprengt und getestet wurden, die abgereichertes Uran enthielten und das Gebiet rund um den Schießplatz verseucht haben.

Von Aureliana Sorrento

Rund um den Übungsplatz in Quirra auf Sardinien werden seit vielen Jahren Tiere mit Missbildungen geboren. (dradio.de/Andreas Lemke)
Rund um den Übungsplatz in Quirra auf Sardinien werden seit vielen Jahren Tiere mit Missbildungen geboren. (dradio.de/Andreas Lemke)

In der Gegend rund um den Übungsplatz werden seit 30 Jahren Tiere mit Missbildungen geboren; bei der Bevölkerung und bei den in Quirra stationierten Soldaten hat die Krebsrate 65 Prozent erreicht.

50 Hirten sind an dem "Quirra-Syndrom", wie man die Krebs-Epidemie auf Sardinien nennt, gestorben.

Jetzt werden ihre Leichen exhumiert, um sie auf Uranspuren zu untersuchen.

In den Knochen eines in Quirra geborenen zweiköpfigen Schafs ist man schon fündig geworden: Sie enthielten in der Tat abgereichertes Uran.


DLF 2011

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