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StartseiteSternzeitMondsichel, Jupiter und Spica22.12.2016

Das schönste Himmelstreffen des MonatsMondsichel, Jupiter und Spica

Morgen früh kommt es am Osthimmel zur schönsten Begegnung des Monats: Knapp rechts oberhalb der Mondsichel strahlt der helle Planet Jupiter – und unterhalb der beiden funkelt Spica, der Hauptstern der Jungfrau. Die drei bilden ein kleines gleichseitiges Dreieck.

Von Dirk Lorenzen

Jupiter ist der größte Planet im Sonnensystem (NASA/ESA)
Jupiter ist der größte Planet im Sonnensystem (NASA/ESA)

Gegen 3 Uhr klettern sie an den Himmel und sind gut zu beobachten, bis sie nach sieben in der Morgendämmerung verblassen. Am Firmament treffen sich drei ganz unterschiedliche Objekte: Unser Mond ist eine staubige Felskugel ohne Atmosphäre. Jupiter ist ein Gasriese, sein Durchmesser ist 40-mal größer als der des Mondes.

Spica schließlich ist ein ungewöhnlich großer Stern. Er hat die11-fache Masse und den 8-fachen Durchmesser der Sonne. Spica leuchtet mehr als 13.000-mal so kräftig wie sie – trotz einer Entfernung von rund 260 Lichtjahren gehört er zu den hellsten Sternen am Himmel.

Ab Samstag entfernt sich der Mond Tag für Tag ein Stück von Jupiter und Spica – bleibt aber bis Dienstag früh ein gutes Stück links der beiden zu sehen. Spica ist nun eine gute Wegmarke, um die Bewegung Jupiters zu verfolgen. Der Riesenplanet läuft bis Anfang Februar noch etwas auf den Stern zu, setzt dann aber zu seiner Oppositionsschleife an.

Dabei entfernt er sich wieder von Spica und steht Anfang Juni ein gutes Stück rechts oberhalb von ihm, bevor er erneut auf ihn zuläuft und im nächsten Herbst endgültig passiert. Alle vier Wochen kommt der Mond in dieser Himmelsgegend vorbei und bildet stets aufs Neue mit Jupiter und Spica ein Dreieck. Doch gleichseitig ist es nur morgen früh.

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