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Startseite@mediasresWir gehen @mediasres17.03.2017

Das sind wirWir gehen @mediasres

Die Welt wandelt sich - so medial wie heute war sie nie. Grund genug, nicht nur einmal die Woche auf die Entwicklungen zu schauen, sondern jeden Tag. Dazu startet "@mediasres", das neue Medienmagazin im Deutschlandfunk. Wir über uns.

Von Stefan Koldehoff

Redaktionsteam @mediasres - Das Medienmagazin, DLF - Funkhaus Köln, 19.01.2017 (Deutschlandfunk / Bettina Fürst-Fastré)
@mediasres - Das Redaktionsteam (Deutschlandfunk / Bettina Fürst-Fastré)

Fast ein Vierteljahrhundert lang haben wir schon in der wöchentlichen Sendung "Markt und Medien" darüber berichtet, wie Zeitungen und Zeitschriften, Rundfunk und Fernsehen, Blogs und Internetportale in Deutschland, Europa und der ganzen Welt arbeiten – und was diese Arbeit für die unterschiedlichen Länder und ihre Gesellschaften bedeutet.

Ab 20. März stellen wir diese Fragen nicht mehr nur noch an einem, sondern an fünf Tagen in der Woche: im neuen Medienmagazin @mediasres, der einzigen werktäglichen Hörfunksendung zu diesem Thema im deutschsprachigen Raum. Denn das Thema, um das es uns geht, hat enorm an Bedeutung gewonnen.

Weil Journalisten eben keine Schiedsrichter sind

Mitten rein in die Medienwelt wollen wir stoßen und darüber informieren und nachdenken, welche Rolle Medien für die Gesellschaft spielen: Wo können sie frei und ungehindert jene Themen recherchieren, aufbereiten und präsentieren, die sie für relevant halten? Wo ist die Pressefreiheit – aus politischen wie aus ökonomischen Gründen – in Gefahr? Dafür arbeiten wir unter anderem mit der Nichtregierungsorganisation "Reporter ohne Grenzen" zusammen.

Wir berichten über neue Entwicklungen im Hinblick auf Medienethik, -politik und –pädagogik, über wichtige Personalien und Unternehmen, wollen aber auch ganz grundsätzlich immer wieder erklären, wie Meldungen, Hintergrundberichte, Analysen und Kommentare überhaupt entstehen und warum Nachricht und Meinung aus guten Gründen zu trennen sind: Weil Journalisten eben keine Schiedsrichter sind, aber trotzdem eine Haltung haben dürfen. Weil sie ihr Publikum selbst durch die Weitergabe sorgfältiger Recherchen in die Lage versetzen wollen, sich eine eigene Meinung zu bilden und auf dieser Grundlage eigene Entscheidungen zu treffen.

Der Schauspieler Christian Ulmen posiert am 09.08.2016 in Düsseldorf(Nordrhein-Westfalen) bei der Premiere des Kinofilms "Antonio, ihm schmeckt's nicht!". Der Film startet am 25. Aug 2016 in den Kinos. Foto: Henning Kaiser/dpa | Verwendung weltweit (picture alliance / dpa / Henning Kaiser)Der Schauspieler Christian Ulmen ist einer der Kolumnisten bei @mediasres. (picture alliance / dpa / Henning Kaiser)

Wir informieren, erklären, ordnen ein und entscheiden uns täglich neu für genaues Hinsehen, Recherchieren, Aufbereiten und Darstellen – auch in Form von Meinungsbeiträgen und regelmäßigen Kolumnen von Silke Burmester und Marina Weisband, Christian Ulmen und Matthias Dell. Wir belehren unsere Hörer, Zuschauer, Leser und User aber nicht – warum sollten wir auch?

Sachlich erklären und ein transparenter Blick

Dieses Selbstverständnis wird in der letzten Zeit auch in Deutschland mit polemischen Schlagworten wie "Lügenpresse", "Staatsrundfunk" oder "Fake News" immer wieder lautstark in Frage gestellt. Oft geschieht das durch gesellschaftliche Gruppen, die ein Interesse daran haben, die offene deutsche Gesellschaft zu verändern. Dass ein anonymes Posting im Internet aber etwas ganz anderes ist als professioneller Journalismus, erklären uns in der Sendung und auf unserer Website regelmäßig auch die Kolleginnen und Kollegen der Initiative "Hoaxmap".

Unabhängige Studien haben erst gerade wieder ein breites und großes Vertrauen in die so genannten etablierten Medien belegt. Zu rechtfertigen brauchen wir uns also nicht – und @mediasres wird auch keine tägliche Werbeveranstaltung für den Deutschlandfunk oder das öffentlich-rechtliche Rundfunksystem werden. Auf die unabhängige und professionelle Arbeit von Medien immer wieder hinzuweisen und sie sachlich zu erklären, erscheint uns aber ebenso sinnvoll und nötig wie der transparente und selbstkritische Blick auch auf das eigene Tun und Lassen bei uns im Deutschlandradio und bei den anderen öffentlich-rechtlichen Sendern.

Freitags übrigens im Dialog mit Ihnen, den Hörerinnen und Hörern, Userinnen und Usern: In der Sendung, aber auch über unsere Website und die "Sozialen Medien" bitten wir Sie, mit uns darüber zu sprechen, was Ihnen im Laufe der Woche an Berichterstattung aufgefallen ist – positiv wie negativ, bei uns wie bei Anderen.

Und die Schlagzeile von morgen, bei einem täglich anderen Medium irgendwo in Deutschland: die gibt es bei uns schon heute.

Die ehemalige politische Geschäftsführerin der Piratenpartei Marina Weisband arbeitet heute als freischaffende Künstlerin und Bloggerin in einem Projekt zur politischen Bildung im Web 2.0 (Horst Galuschka)Die Autorin und Psychologin Marina Weisband war früher Politikerin bei der Piratenpartei. Heute kümmert sie sich um Partizipation und Bildung - und schreibt als Kolumnistin für @mediasres. (Horst Galuschka)

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