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Das verlorene Paradies

Portugiesische Erinnerungen an Mosambik (Ortserkundungen)

Von Nina Gruntkowski

Unter Leitung des sambischen Präsidenten Kenneth Kaunda (hinten Mitte) haben die neue portugiesische Regierung und Vertreter der Frelimo am 7. September 1974 die Entlassung Mosambiks in die Unabhängigkeit vereinbart (picture alliance / dpa / UPI)
Unter Leitung des sambischen Präsidenten Kenneth Kaunda (hinten Mitte) haben die neue portugiesische Regierung und Vertreter der Frelimo am 7. September 1974 die Entlassung Mosambiks in die Unabhängigkeit vereinbart (picture alliance / dpa / UPI)

Im Dorf Castelo Rodrigo erinnert man sich gern an Mosambik. Viele der Dorfbewohner haben vor Jahren in der ehemaligen portugiesischen Kolonie gelebt, sind dort geboren und aufgewachsen. An eine Rückkehr auf die Iberische Halbinsel haben sie damals nicht gedacht.

Doch nach der Nelkenrevolution wurden die Soldaten über Nacht aus Mosambik und den anderen Überseegebieten abgezogen. Die überstürzte Entkolonialisierung hinterließ ein Machtvakuum, das schließlich immer mehr Portugiesen in das Land ihrer Väter zurückkehren ließ.

Die Ankunft in dem fremden, vergleichsweise rückständigen Land war für viele ein Schock, doch schon bald gelang es ihnen, sich in die portugiesische Gesellschaft zu integrieren. Die meisten sind nie wieder nach Mosambik zurückgekehrt. Trotzdem identifizieren sich bis heute mit diesem Land, das ihr Leben entscheidend geprägt hat.

DLF 2012

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