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StartseiteUmwelt und Verbraucher"Online-Banking ist sicherer als sein Ruf"19.07.2016

Datenpanne bei der Comdirect-Bank"Online-Banking ist sicherer als sein Ruf"

Wegen einer Datenpanne konnten Kunden der Comdirect-Bank online Konten anderer Kunden einsehen. Gefahr für ihr Geld bestand jedoch nicht, erklärt DLF-Verbraucherexperte Stefan Römermann. Online-Banking sei auch nicht per se unsicher - in manchen Fällen müsse man als Verbraucher jedoch wachsam sein.

Stefan Römermann im Gespräch mit Jule Reimer

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Vorsicht vor Phishing: Online-Banking-Kunden sollten vorsichtig mit ihren Daten umgehen. (imago stock&people)
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Bei der Comdirect-Bank war es in der Nacht zum Montag während eines Software-Updates zu einer Datenpanne gekommen. "Eigentlich ist das eine Routinesache," so Römermann. Doch Software würde immer komplexer: "Die Programme sind oft heikel. Eine kleine Änderung an einer Stelle kann an anderer Stelle einen großen Fehler auslösen."

Die betroffenen Kunden müssten sich um ihr Geld allerdings keine Sorgen machen. Überweisungen konnten von den fremden Konten nicht getätigt werden. Denn dafür ist eine für das Konto bestimmte Transaktionsnummer (TAN) nötig, die die Kunden nicht vorliegen hatten. Für die Nutzer besteht nun kein Handlungsbedarf, erklärte Römermann. Passwörter müssen nicht geändert werden.

Vorsicht bei Phishing-Mails

Bei Pannen wie diesen sei der Kunde machtlos - in anderen Fällen könne er sich jedoch vor unerwünschtem Zugriff auf sein Konto schützen, vor allem vor dem sogenannten Phishing, erklärt Römermann. Dabei werden Mails von Betrügern verschickt, in denen dazu aufgefordert wird, auf einen Link zu klicken. Über diesen Link wird man auf eine Webseite geleitet, die ein perfekter Nachbau der echten Bank-Webseite ist. Dort wird man dann dazu aufgefordert, seine Bankdaten einzugeben. "Da muss man wirklich sehr, sehr vorsichtig sein, bevor man seine Daten dort eingibt," sagte Römermann. Der Schlüssel dabei sei die Transaktionsnummer. Bevor man diese online eingebe, solle man "wirklich dreimal hingucken", ob es sich wirklich um die Webseite der Bank handele. Grundsätzlich solle man nicht auf irgendwelche Links in Mails klicken, die nicht vertrauenswürdig erscheinen.

Das gesamte Gespräch können Sie mindestens sechs Monate in unserer Mediathek nachhören.

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