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StartseiteComputer und KommunikationDatenretter in der Not27.10.2007

Datenretter in der Not

Nützliche Programme zum Schutz vor dem Festplatten-GAU

<strong>Festplatten sind immer preiswerter zu bekommen, andererseits wachsen ihre Kapazitäten in den binären Himmel. Doch wenn ihre Mechanik das Zeitliche segnet und man es mit der Datensicherung nicht so genau genommen hat, ist guter Rat teuer. Einige Programme versprechen gute Vorsorge und auch Hilfe in der Not.</strong>

Von Gerd Pasch

Programme können die Datensicherung vereinfachen, aber nicht ersetzten. (hitachi.com)
Programme können die Datensicherung vereinfachen, aber nicht ersetzten. (hitachi.com)

Thomas Kaltenstadler aus Gersthofen bei Augsburg hat ein Herz für Mittelständler, vor allem, wenn sie sich so gar nicht mit dem Computer anfreunden wollen:

"Wir haben schon Anrufe gehabt von Kunden, die die Datensicherung gar nicht oder auch falsch gemacht haben, bei denen dann die Existenz zerstört war. Das tut mir persönlich dann weh am Telefon. Denn ich denke, es wäre zu verhindern gewesen."

Zusammen mit seinem Vater betreibt der Ingenieur ein Unternehmen für Datensicherungslösungen und Datenrettung bei Festplatten mit Lesefehlern. In seine Software "Datapower" ist das fundierte Wissen über Speichertechnik und Steuersysteme eingeflossen:

"Wir kennen die Physik der Hardware im Detail. Wir wissen wie S-ATA, IDE, P-SATA und SCSI funktionieren. Und dadurch, dass wir Know-how haben bis ins kleinste Detail zum Beispiel bei Windows-Betriebssystemen, können wir auch die bestehenden Treiber so ausreizen, dass sie maximale Performance bieten. Dann, wenn Sie mit unserer Software ein Image, eine Sicherung von Ihrem System erstellen, zum Beispiel auf eine externe Festplatte in Dateiform, da haben wir auch einen Kompressions-Algorithmus entwickelt, ich behaupte mal es dürfte der weltschnellste sein auf PC-Technologie basierend, wo sie auch schnell zu ihrer Datensicherung kommen. Wir können zum Beispiel eine bestehende Windows XP-Basis-Installation in 30 Sekunden sichern."

In dem auf den ersten Blick unscheinbaren Programm stecken Möglichkeiten, die man anderswo nicht geboten bekommt. Terabyte große Festplatten lassen sich in Sekundenschnelle formatieren, die so genannte Cluster-Scan-Technik hilft, die Kopierprozesse zu automatisieren. Die Patitionen werden beim Upgrade auf größere Speicher im Handumdrehen angepasst. Und das ganze Sicherungs-Management funktioniert auch über Netzwerke, unterstreicht Thomas Kaltenstadler:

"Bei uns in der Software enthalten sind zwei Boot-Medien: sowohl eine DOS-basierte als auch eine Windows-basierte Lösung, Sie können Ihre Datensicherung auch über einen weiteren Rechner herstellen. Und das Entscheidende ist auch, wenn Sie bei uns eine Datensicherung machen, gibt es den Vergleich der Datensicherung, damit Sie sich auch hundertprozentig sicher sein können, dass sich die Daten auch wiederherstellen lassen."

Und das Ganze geht fix, betont der Ingenieur aus dem Schwabenland:

"Wenn Sie heute einen Crash Ihres Systems haben, weil die Festplatte defekt ist, sind Sie morgen vielleicht damit zwei Wochen beschäftigt, ein neues System aufzubauen. Es ist bei unserer Lösung – selbst bei komplett unterschiedlicher Hardware – maximal 35 Minuten Arbeit damit. Und die Hardware läuft mit allen Programmen, mit allen registrierten Produkt-Schlüsseln einfach ohne Probleme hoch."

Da kann der Handwerksmeister oder Büroleiter beim Steuerberater mit solch einem Sicherungssystem schon ruhig schlafen. Doch wer weiß, wann denn eine Festplatte ihren Geist aufzugeben gedenkt. Die Hersteller geben Lebenszeiten vage zwischen zehn und 20 Jahren an. Viele haben schon nach drei Jahren ihre Platte mit den Fotos aus der DigiCam sterben sehen. Eine Art Monitoring-Software hat der Hersteller Zonelink jetzt auf den Markt gebracht. Tritt kein Extremfall wie Blitzschlag oder Überspannung auf, könne das Programm die Lebensdauer einer Festplatte zuverlässig vorhersagen. Dazu wertet sie die SMART-Daten aus, Daten, die jede moderne Festplatte über sich selbst sammelt. Mit den Temperaturmesswerten, den Betriebsstunden und den Fehlerraten beim Lesen und Schreiben wird eine Datenbank gefüttert. Der Techniker wird per E-Mail über den Zustand informiert. So kann rechtzeitig Alarm geschlagen und vor dem Total-Ausfall rechtzeitig umkopiert werden.

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