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DatenskandalZuckerberg kommt selbst

Facebook-Chef Mark Zuckerberg bei der Anhörung im US-Senat in Washington  (imago stock&people / Ting Shen)
Facebook-Chef Mark Zuckerberg will selbst ins EU-Parlament zur Befragung kommen. (imago stock&people / Ting Shen)

Facebook-Chef Mark Zuckerberg ist bereit, sich im jüngsten Datenskandal persönlich den Fragen des EU-Parlaments zu stellen.

Facebook und auch Parlamentspräsident Tajani bestätigten, dass Zuckerberg die Einladung selbst annimmt und nach Brüssel kommt. Ursprünglich wollte er seinen Stellvertreter schicken, damit er Fragen zu Facebooks Versäumnissen beim Datenskandal beantwortet. Damit waren die Abgeordneten aber nicht zufrieden.

Zuckerberg ist nächste Woche auch in Frankreich bei Präsident Emmanuel Macron zu Gast. Macron empfängt den Facebook-Chef und Vertreter 50 anderer Netzfirmen. Dann soll es darum gehen, wie man Technologie in den Dienst der Allgemeinheit stellen kann.

Facebook hatte zugegeben, dass Daten von bis zu 87 Millionen Nutzern bei der Datenanalysefirma Cambridge Analytica gelandet sind. Das Unternehmen soll sie für den Wahlkampf von US-Präsident Donald Trump und die Brexit-Kampagne genutzt haben. In Europa waren bis zu 2,7 Millionen Nutzer betroffen.

Hören Sie über das Datensammeln auch die Sendung "Marktplatz" vom 19. April nach.

Diese Nachricht wurde am 16.05.2018 im Programm Deutschlandfunk Nova gesendet.