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Dauerstrahler

25 Jahre nach Tschernobyl

Der Super-GAU in Block 4 des Kernkraftwerks Tschernobyl war nicht der erste schwere Unfall in der Geschichte der Atomkraftnutzung, aber der folgenreichste. Wer heute angesichts von Fukushima fragt: "Warum hat sich nichts verändert?", bekommt zur Antwort: Das Gegenteil ist richtig.

Von Bernd Schuh

Blick auf die von einem Sarkophag umhüllte Reaktoranlage in Tschernobyl. (AP)
Blick auf die von einem Sarkophag umhüllte Reaktoranlage in Tschernobyl. (AP)

An erster Stelle bewirkte Tschernobyl einen gewaltigen Vertrauenseinbruch in der Bevölkerung gegenüber den Statthaltern dieser Technologie. An zweiter Stelle deren zumindest vorläufigen Verzicht auf einen weiteren Ausbau der Atomkraft.

Warum Tschernobyl nicht das Ende der Kernkraft einläutete, ist dagegen eine andere Frage. Psychologen wissen, dass die Ängste nach katastrophalen Ereignissen zunächst gewaltig sind. Doch wenn Menschen sich den Risiken gegenüber machtlos fühlen – wie in diesem Fall einem 2000 Kilometer entfernten Kernkraftwerk – versuchen sie zu vergessen und zu verdrängen – und machen es denen, die eher die Chancen denn die Risiken im Blick haben, leicht.

Die öffentlich verbreitete Theorie von den unsicheren Kraftwerken im Osten und der sicheren Technik im Westen wurde dankbar aufgenommen. In einer Befragung zwanzig Jahre später reichten die Erinnerungen von "Mein Gott war das schrecklich!" über "Der Reaktor ist ja jetzt abgeschaltet, da kann nichts mehr passieren" bis zu "Tschernobyl? War das was mit einem Auto?"

"Manuskript zur Sendung:"

Dauerstrahler

"Weiterführende Links:"

Sendungen des Deutschlandradios:

      Sendereihe "Strahlendes Erbe" in Forschung aktuell

      Portal "Katastrophen in Japan"

      25 Jahre Atomunfall in Tschernobyl
      (Umwelt und Verbraucher, 20.04.11)

      In neun Monaten unter Kontrolle?
      (Umwelt und Verbraucher, 19.04.11)

      Strahlende Landschaften
      (Weltzeit, 19.04.11)

      Abschalten, abschalten, abschalten
      (Fazit, 17.04.11)

      Blumen pflücken verboten
      (Sonntagsspaziergang, 17.04.11)

      Sie verstanden die Dimension einer solchen Katastrophe nicht
      (Radiofeuilleton, 12.04.11)

      Die Unterschiede zwischen Fukushima und Tschernobyl
      (Umwelt und Verbraucher, 12.04.11)

      Schutzmantel für einen Havaristen
      (Forschung aktuell, 24.04.09)

      Arbeit für 100 Jahre
      (Forschung aktuell, 26.04.06)

      Die ungezählten Opfer von Tschernobyl
      (Forschung aktuell, 20.04.06)

      Mythos oder Menetekel
      (Dossier, 07.04.06)

Links ins Netz:

      Internationale Atomenergieagentur, Wien

      IPPNW: Tschernobyl-Sonderseite

      Lehrfilme über Stromversorgung, Kernkraftwerke Störfälle etc.

      Andreas Homburg

      Hans Peter Peters

      Carl Friedrich Gethmann

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