Freitag, 15.12.2017
StartseiteKultur am SonntagmorgenDer 8. Mai 1945 im Bewusstsein der Deutschen22.05.2005

Der 8. Mai 1945 im Bewusstsein der Deutschen

2. Die DDR-Lesart: Sieg des Antifaschismus - Dorothee Wierling im Gespräch

Seit sechs Jahrzehnten wird des Kriegsendes gedacht. Auffällig ist, dass das öffentliche Interesse mit wachsender Distanz zum 8.Mai 1945 keineswegs geringer wird. Auch die Nachgeborenen scheint das Datum nicht loszulassen. Überlegungen, die im Zusammenhang der Gedenktage zum Kriegsende geäußert wurden und werden, weisen über die reine Erinnerung hinaus. Sie markieren Epochen in der Selbstvergewisserung der Gesellschaft. Man reagierte auf Krieg und bedingungslose Kapitulation mit Selbstmitleid und Rechtfertigung oder interpretierte (in der DDR) den 8.Mai als Sieg des Antifaschismus.

Gespräch mit Frank Möller

Blick vom Dresdener Rathausturm auf die zerstörte Stadt 1945 (AP Archiv)
Blick vom Dresdener Rathausturm auf die zerstörte Stadt 1945 (AP Archiv)

Die Kinder der Tätergeneration stellten in den sechziger und siebziger Jahren radikale Fragen und man bekannte sich zur Niederlage als Befreiung (Rede Richard von Weizäckers). Nicht zuletzt wurde in den neunziger Jahren der Mythos von der 'sauberen Wehrmacht' entzaubert. In sechs Gesprächen u.a. mit Götz Aly, Dorothee Wierling, Wolfgang Kraushaar und Helmut Dubiel untersucht Frank Möller die 'Vergangenheitspolitik' nach 1945.

Der 8. Mai 1945 im Bewußtsein der Deutschen
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Dorothee Wierling im Gespräch mit Frank Möller

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