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StartseiteDossierDer Algorithmus, bei dem man mit muss?02.03.2012

Der Algorithmus, bei dem man mit muss?

Über die Kehrseite der digitalen Automatisierung

Vor nicht allzu langer Zeit ist die Geschichte der Automatisierung in ein neues Stadium eingetreten. Nachdem die Maschinerie die Aufgaben des Körpers und der Sinnesorgane übernommen hatte, blieb als letztes menschliches Alleinstellungsmerkmal die Fähigkeit, Zeichen zu interpretieren und Entscheidungen zu treffen.

Von Matthias Martin Becker

Teilweise treffen Maschinen schon Entscheidungen. (Stock.XCHNG / Müjde Yavuz)
Teilweise treffen Maschinen schon Entscheidungen. (Stock.XCHNG / Müjde Yavuz)

Können das jetzt auch Maschinen? Auf jeden Fall tun sie es, immer häufiger.

Wenn Versicherungen Schadensfälle bearbeiten oder Banken die Kreditwürdigkeit eines Kunden einschätzen, wenn vor der Entlassung aus dem Gefängnis das Rückfallrisiko eines Insassen kalkuliert wird oder Werbefirmen auswählen, wer im Internet welche Werbung zu sehen bekommt, dann entscheidet Software.

"Multivariate" Computer-Algorithmen interpretieren die vorhandenen Daten und bilden beispielsweise "prognostisch" Risikogruppen.

Wie das (mathematisch) geht, verstehen ziemlich wenige Menschen. Auch deshalb scheint die Macht der Algorithmen so groß.

Der Prozess wirkt reibungslos und wie ferngesteuert - als ob "die Maschine uns denkt" (Jean-François Lyotard), als hätten wir uns "in fast allen Bereichen der autoritären Herrschaft der Maschinen" unterworfen (Frank Schirrmacher). Aber warum kommt eigentlich so furchtbar viel Unsinn dabei heraus?


DLF 2012

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