Freistil / Archiv /

 

"Der Alp steckt seine Zunge den Leuten ins Maul"

Auf den Spuren des Alptraums

Von Matthias Käther und Teresa Schomburg

Auf den Spuren des Alptraums (AP Archiv)
Auf den Spuren des Alptraums (AP Archiv)

Dunkle Schatten, verwirrende Perspektiven, fantastische Kreaturen - kein Horrorfilm, kein surreales Gemälde verfügt über das atemberaubende Material an verstörenden Plots und Bildern wie ein Alptraum.

In der Fähigkeit, im Schlaf Ängste zu visualisieren, sind fast alle Menschen echte Meister mit großem Talent. Die wenigsten allerdings freuen sich darüber. Im Gegenteil, Alpträume sind unwillkommene Gäste. Schon im Mittelalter wurden sie dämonisiert, wurden angeblich von Kobolden oder übelwollenden Mitmenschen geschickt.

Warum wir Alpträume haben, ist bis heute nicht restlos geklärt. Ganz unterschiedliche Leute erzählten den Autoren ihre Alpträume. Auch Träumer längst vergangener Epochen kommen zu Wort. Entstanden ist eine Zustandsbeschreibung des Phänomens Alptraum, die zeigt, dass die Menschen ihre Urängste mit dem Wertvollsten bekämpfen, das ihnen zur Verfügung steht: ihrer Kreativität.


Regie: Katrin Moll
DLF 2009

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Freistil

KabarettMatthias Beltz - Querdenker und Moralist

Der 2002 verstorbene Kabarettist Matthias Beltz bei der NDR Talkshow am 28.01.2000 in Hamburg.  (imago/teutopress)

Den kalkulierten Tabubruch hat Matthias Beltz nie gescheut. Er galt als einer der bissigsten und scharfzüngigsten Vertreter des deutschen Politkabaretts, als gnadenloser Moralist, als radikaler Querdenker, als unabhängige Instanz im intellektuellen Leben der Bundesrepublik - und als Künstler voller Widersprüche.

KonsumMy favourite things - Das Universum der Dinge

Zwei verschiedene Schuhe werden neben ein Paar nackte Füße gehalten. (dpa / picture alliance / Jens Kalaene)

Sie umzingeln den Menschen und vermehren sich ins Unermessliche. Im Haushalt, in der Freizeit, im Arbeitsalltag breitet sich das Universum der Dinge aus: Flachbildschirme, Bücher, Regenschirme, Schuhe, Smartphones, Blumenvasen und Kondome.

HistoriografieWenn Geschichte anders verlaufen wäre, als sie verlief

Die sogenannten "Trümmerfrauen" arbeiten im Mai 1945 in Berlin an der Beseitigung der Trümmer von im 2. Weltkrieg zerstörten Häusern. (picture-alliance / Ursula Röhnert)

Geschichte ist klar definiert als unveränderbare Vergangenheit. Wenn sich Schriftsteller fantasievoll darüber hermachen, entsteht zuweilen eine kontrafaktische Erzählung - das Bild einer Welt, wie sie sein könnte, aber nicht geworden ist.