• Deutschlandfunk bei Facebook
  • Deutschlandfunk bei Twitter
  • Deutschlandfunk bei Instagram

 
 
Seit 02:05 Uhr Kommentar
StartseiteLied- und Folkgeschichte(n)"Es ist immer jetzt"04.08.2017

Der Chansonnier Michael Heltau "Es ist immer jetzt"

Michael Heltau ist bereits zu Lebzeiten eine Legende und der 84-jährige Allroundkünstler ist noch immer aktiv. Derzeit arbeitet er mit den Wiener Theatermusikern zusammen und besingt seine erste Liebe: die Liebe zum Chanson, die mit sieben Jahren begann und bis heute anhält.  

Am Mikrofon: Regina Kusch

Michael Heltau im Stadtheater Gmunden im Rahmen des Osterfestspiels. (imago stock&people)
Michael Heltau, ein Meister des Wiener Faches: Singender Schauspieler schmerzlicher Zwischentöne. (imago stock&people)

"Ich tanze nach der eigenen Pfeife. Und es macht mir so viel Freude, wenn ich mit dem, was mir einfällt und was ich gerne tue, Menschen Freude mache."

Michael Heltau war es schon immer gleich, ob es sich dabei um Hochkultur oder Unterhaltung handelt. Mit 27 war er im Wiener Volkstheater, klassisch inszeniert, als jüngster Hamlet der Theatergeschichte genauso erfolgreich wie in den 70er und 80er Jahren als legerer Gastgeber der Chanson-Show "Liedercircus" im ZDF, die er häufig mit Chapeaux Claque und Paillettenweste moderierte. Sein Porträt hängt in der Ehrengalerie des Burgtheaters, in dem er seit 1972 zum Ensemble gehört.

Wienerlieder und Chansons von Brel

Er gilt als bedeutender Sänger von Wienerliedern. Das sind die alten Balladen, Volks- und Straßenlieder, die mit der Urbanisierung der Stadt Wien Ende des 19. Jahrhunderts entstanden. Hierzulande ist Michael Heltau vor allem bekannt als der deutschsprachige Interpret der Chansons von Jacques Brel.

"Es war ein Theatergastspiel beim Theaterfestival in Antwerpen. Und mein holländischer Freund Loek Huisman sagte, ich würde dir so gerne etwas zeigen. In einem  Kaffeehaus singt ein sehr, sehr guter holländisch-belgischer Mann. Das war Jaques Brel. Und ich bin nach meiner Vorstellung um 11 Uhr in dieses Etablissement. Wir haben gesprochen, ich spreche ganz gut holländisch. Er hat dann gefragt, ob ich Wienerlieder kenne. Natürlich kenne ich die.

Er hat gesagt, ich soll eines singen. Und ich: ‚Singen kann ich das nicht.‘ Und da war dann etwas sehr Faszinierendes: Sein Pianist fing an Wienerlieder zu spielen und ich fing dann an Phrasen zu singen. Und das weiß ja nicht nur der Brel und nicht nur ich: Französische Chansons und Wienerlieder haben viel miteinander zu tun, sehr viel Dreiviertelakt, Walzer. So ist das damals entstanden."

Es entwickelte sich eine enge Freundschaft, in deren Verlauf Jaques Brel Michael Heltau die Exklusivrechte für die deutschsprachige Interpretation seiner Chansons übertrug.

Musik: "Wien" - Michael Heltau

Der deutsche Text des Brel-Chansons "Wien" von 1975 stammt aus der Feder des österreichischen Kabarettisten Werner Schneyder, der in den 1970ern viele Songs für Michael Heltau übersetzt hat. In den 80er Jahren übernahm das dann Loek Huisman.

Als Udo Jürgens 1972 im Theater an der Wien das Musical "Helden Helden" nach dem Theaterstück von George Bernhard Shaw inszenierte, besetzte er die Rolle des Schweizer Artillerie-Hauptmanns Bluntschli mit Michael Heltau. Der sang sich damit in die Herzen des Publikums. Danach wollte die Deutsche Grammophon mit ihm eine Platte aufnehmen.

"Und ich hab gesagt, was soll ich denn da singen? Da haben die gesagt, wir schreiben Lieder für Sie. Und da wurden Lieder für mich geschrieben. Das waren keine schlechten Lieder. Ich würde sagen, es waren Allerweltslieder. Da gab es genügend, die solche Sachen machen. Und ich habe gesagt, einigen wir uns auf etwas: sechs neue Lieder auf der einen Seite der Schallplatte und die andere Hälfte sind sechs Jaques Brels. Und die waren der Renner."

Musik: "Amsterdam" (Version von 1984) - Michael Heltau

"Das Chanson 'Amsterdam' ist jetzt ganz anders"

Chansons wie "Amsterdam" wünscht sich das Publikum auf seinen Konzerten fast immer. Große Erfolge fordern ihren Tribut. Damit es ihn nicht langweilt, 35 Jahre dieselben Balladen vorzutragen, hat Michael Heltau sie immer wieder verändert.

"Ich habe ‚Amsterdam‘ - wahrscheinlich auch durch die Vorgabe von Brel - von vorne herein so gesungen, als ob ich das Ende schon wüsste, wüsste, dass es so schlecht ausgeht. Jetzt da bin ich auf einem Weg, da geh ich immer weiter, dass das junge Burschen sind, die positiv losgehen, die sich freuen: Da ist was los! Da wird ein Traum angespielt. Ein Traum! Und er glaubt, der erfüllt sich. Und am Schluss heißt es: ‚Und Du bist ganz gewiss nur ein Riesen-Beschiss Amsterdam! Amsterdam! Amsterdam!‘ Und es hört beschissen auf und das ist das, was ich entdecke und das Publikum auch. Die sagen ‚Amsterdam‘ ist jetzt ganz anders. Und ich glaube richtiger, für jetzt richtiger."

Musik: "Amsterdam" (Version von 2014) – Michael Heltau                     

"Was ist jetzt? Jetzt? Ist jetzt? Was schließen wir daraus? Es ist immer jetzt. Es bleibt jetzt. Es wird niemals später. Und warum das so ist, das werd’ ich ihnen sagen, meine Damen und Herren. Aber nicht jetzt, später."

Drahtig und dynamisch, ein bisschen elegant, mit weißem Hut und schwarzem Anzug, ein bisschen leger, mit offenem Hemd und ohne Krawatte, begegnet Heltau seinem Publikum wie ein freundlicher Philosoph. Umgeben von neun Theatermusikern, mit denen er seit Jahren auftritt, bewegt er sich auf der Bühne, als wäre sie sein Wohnzimmer. Dem Hier und Jetzt hat er ein komplettes Programm gewidmet mit dem Titel "Es ist immer jetzt. Chansons und mehr".

"Und was ist jetzt meine Damen und Herren? Jetzt ist wieder jetzt. Es wird nicht später. Es bleibt immer jetzt. Egal, wie spät es ist, es ist genau jetzt."

"Du hast die Chance, eine nie endende Chance."

Zwei Stunden lang präsentiert Michael Heltau neben Chansons von Jaques Brel oder Charles Aznavour auch Operetten- und Musicalmelodien und ruft auch das eine oder andere fast vergessene Volkslied wieder in Erinnerung. Der Live-Mitschnitt aus dem Burgtheater ist bei Preiser Records erschienen, wie fast alle Heltau-Alben.

"Ich wollte bei diesem Programm den Augenblick den Leuten sehr bewusst machen und mir selber. Es ist jetzt. Und was jetzt nicht geschieht: Vorbei. Aber es ist immer wieder jetzt. Du hast die Chance, eine nie endende Chance, zu denken, zu fühlen, zu lieben, Ja und Nein zu sagen. Ich wollte damit sagen: Es war doch angenehm ein bisschen zu entschleunigen, so heißt das heutzutage. Hach, jetzt konnte ich auch wirklich mal wieder bei mir sein. Bei mir sein heißt auch: Jetzt. Ich bin bei mir, jetzt."

Michael Heltau steht im Türrahmen eines Gartenhauses  (Regina Kusch)Auch mit 83 Jahren zieht es ihn immer wieder auf die Bühne: Der Chansonnier Michael Heltau (Regina Kusch)

Michael Heltau wohnt am Fuße des Wienerwalds umgeben von Weinbergen. In seinem großen Garten, den er mit Skulpturen aus aller Welt ausgestattet hat, verbringt er möglichst viel Zeit, denn kreative Pausen in der Natur sind ihm heilig. Er lebt hier mit seinem Freund, dem Dramaturgen Loek Huisman, der seit 40 Jahren Heltaus Chansonabende gestaltet.

Huisman baut die literarischen Brücken. Zu den Chansons findet er die passenden Bonmots und Zitate von Dichtern und Schauspielern wie Kurt Tucholsky, Gottfried Benn oder Cary Grant. Michael Heltau findet, dass Bert Brecht, den er immer besonders gerne gespielt hat, die Theaterluft verbessere, und deshalb passe zu einem Brel-Chanson über "Die Chancenlosen" ein Zitat von ihm ausgezeichnet.

"Wenn ihr sterbt, dann werden einige von euch in den Himmel eingehen. Na die werden sich nicht wundern, denn sie haben ihn schon gesehen. Mörder und Säufer werden darinnen sein. Ja, wer die nicht lieben kann, kommt nicht hinein."

Musik: "Die Chancenlosen" - Michael Heltau und die Wiener Theatermusiker

"Ich strebe immer einen Theaterabend an. Es würde mich nicht interessieren so ein Konzert: ein Lied und noch ein Lied und noch ein Lied. Durch Zwischentexte, durch Literatur, durch die Lieder in der Reihenfolge wird es eine Geschichte. Also ich glaube nicht, dass ich die Lieder sonst immer noch singen würde."

Der Chansonnier als guter Geschichtenerzähler

Um die 500 Chansons hat Michael Heltau aufgenommen, gut 200 sind Brel-Interpretationen. In den zwölf Jahren als Moderator des "Liedercircus" - der ersten Chanson-Sendung, die es im deutschen Fernsehen gab - hat er international bekannte Interpreten eingeladen und mit Charles Aznavour, Gilbert Bécaud, Al Jarreau oder Juliette Greco und ihrem Mann, dem Komponisten Gérard Jouannest über die Möglichkeiten dieses Genres diskutiert: darüber, wie sich ein Chanson am wirkungsvollsten vortragen ließe und was letztlich wichtiger sei: die Musik oder der Text? Ein Chansonnier, findet Michael Heltau, müsse vor allem ein guter Geschichtenerzähler sein.

"Die wirklichen großen Chansonniers, das sind natürlich die Franzosen. Und wenn man fragt, was bei Chansons das Wichtigste ist: der Text natürlich. Die Geschichte und die Melodie sind die Hilfe, diesen Text an die Frau, an den Mann zu bringen.

Ich darf ein Beispiel machen: der Matrosensong von Brecht. Und ich glaube, da bin ich gut, weil ich kühn bin und mutig. Nach dem Matrosensong von Brecht mache ich den Prinzen von Homburg von Kleist. Und ich sage: "Das Leben nennt der Derwisch eine Reise. Und eine kurze freilich." Und die Franzosen, die Gréco und der Jouannest, die meine Programme gesehen haben, waren sehr verblüfft, wie reiner Text funktioniert mit gesungenem Text. Das ist ein Theatermoment."

Musik: "Matrosensong" / "Der Prinz von Homburg" - Michael Heltau     

Schauspiel und Varieté faszinierten Michael Heltau schon als Kind. Mit sieben durfte er zum ersten Mal ins Theater und begann danach selbst zu spielen. Bei einer Schüleraufführung wurde die Schauspielerin Käthe Dorsch auf ihn aufmerksam und ermutigte Heltaus Mutter, die Begabung ihres Sohnes zu fördern. Die nahm das sehr ernst und brachte ihm bei, stets sehr hart an sich zu arbeiten, da Begabung allein nicht ausreiche.

Nach dem Abitur in Ingolstadt, sprach Michael Heltau 1951 am Max-Reinhard-Seminar in Wien vor und wurde angenommen. Nach zwei Jahre Schauspielunterricht bekam er erste Angebote aus Würzburg, München, Wien und Berlin.

"Lernen, lernen, lernen, lernen!"

"Für mich sehr wichtig war, was man alles nicht kann. Ich hatte in Würzburg Erfolg und jetzt im Nachhinein: Junge, das heißt ja überhaupt nichts, fall´nur nicht darauf herein auf Deinen Erfolg in Würzburg. Und als ich dann nach München kam, waren in den Kammerspielen und am Resi große Persönlichkeiten. Und Wien wieder! Oskar Werner hatte seine großen Erfolge, um einen Namen zu nennen.

In Berlin war Erich Schellow, Martin Held, und ich habe mit Minetti gespielt. Herr im Himmel! Da musst du schon sehr bekloppt sein, um zu glauben, man hat was auf dem Kasten. Da merkst du einfach: lernen, lernen, lernen, lernen! Liebend lernen würde ich es nennen."

Er habe schon immer schnell auswendig lernen können. Auf dieser Basis falle es ihm dann leicht, bei seinen Auftritten zu  improvisieren.

"Je besser, je seriöser etwas geprobt ist, desto mehr Erfolg bringt Freiheit, sich loszulassen, sich einer Stimmung hinzugeben. Die Übersicht ganz zu verlieren, das wäre meine Sache nicht. Es ist immer so, dass ich Zuschauern sage: Jetzt fliegen wir, steigen Sie bei mir ein. Und wenn ich das sage, dann muss ich doch fliegen können. Die Abstürze, die dürfen, wenn überhaupt, nicht eine Katastrophe sein, nicht ein Crash."

"Singender Schauspieler schmerzlicher Zwischentöne."

André Heller hat über Michael Heltau gesagt: "Das Wienerische hat in ihm den Meister eines lange verwaisten Fachs gefunden: singender Schauspieler schmerzlicher Zwischentöne." Diese schmerzlichen Zwischentöne gibt es im Wienerlied, das untrennbar mit dem Heurigen verbunden ist, mehr als genug. Heltau interpretiert die Lieder eher augenzwinkernd statt depressiv-weinselig. Wenn er den Prater oder die guten alten Zeiten besingt genauso wie den "Tango Funebre" zu seiner eigenen Beerdigung.

Musik: "Le Tango Funebre" – Michael Heltau                                                                                           

Seit 1969 ist Michael Heltau österreichischer Staatsbürger. Beim Ausbruch des ersten Weltkrieges war seine Familie von Ingolstadt ins Salzkammergut an den Attersee gezogen, da der Vater dort Arbeit bekam als Lokführer für Materialientransporte beim Autobahnbau.

Nach dem Krieg war die deutsche Familie in Österreich unerwünscht, wurde ausgewiesen und kehrte nach Ingolstadt zurück. Diese Flüchtlingserfahrung hat Michael Heltau geprägt, auch in seiner Kunst. Ausländerfeindlichkeit ist ihm ein Gräuel. Gerade jetzt, da Millionen Menschen weltweit auf der Flucht sind und Ressentiments gegen Flüchtlinge wieder wachsen, betont der 84jährige seine eigenen Erfahrungen.

Heltau kam als Flüchtling nach Österreich

"Das wird mir nachgesagt und das freut mich, dass ich ein Liebling hier bin. Und dann sage ich: Sehen Sie, was für eine Chance man Flüchtlingen geben muss? Nein nein, wir kamen als Flüchtlinge her als geborene Deutsche. Es ist so absurd.

Vielleicht - aber das hat natürlich mit meiner Biografie zu tun – deswegen ist man so froh, dass es die Angela Merkel gibt - das muss ich jetzt wirklich sagen - die sich einfach menschliche Mühe gibt, über diese Dinge nachzudenken, nicht nur über Zahlen nachzudenken - da kommen schon wieder 10 000 oder 5 000 - sondern dass man sagt: Lösen kann ich es nicht, aber ich möchte wenigstens menschlich nachdenken dürfen über das Problem. Und da kann man so eine Person, die mit der Macht der Politik so gewissenhaft und sorgsam umgeht, nicht dankbar genug schätzen."

Musik: "Einen Freund zu sehen, der weint"  - Michael Heltau               

Michael Heltau bezeichnet sich selbst als altmodischen Menschen, der ein Leben lang versucht hat, ethischen Prinzipien treu zu bleiben. Er ließ sich nie kaufen. Lukrative Angebote für Werbung schlägt er aus. Schon vor Jahrzehnten ließ er sich nicht überreden, im Werbefernsehen Kaffee anzupreisen, auch wenn es schwer war, der Versuchung zu widerstehen.

"50 000 Mark! Vor 47 Jahren war das sehr viel Geld. Ich hatte 1200 Mark Gage. Das ist sehr viel Geld für eine kleine Lüge. Nicht einmal eine Lüge. Mir soll man etwas anderes anvertrauen, dass ich Menschen im Theater zweieinhalb Stunden unterhalte, ohne dass sich die Menschen schämen müssen oder genieren, wie man wienerisch sagt."

Musik: "Wie ein Schaf" – Michael Heltau      

Treu geblieben ist Michael Heltau auch seinem Freund und Lebensgefährten Loek Huisman. Seit 60 Jahren leben die beiden zusammen und Heltau hat das nie öffentlich thematisiert, bis ihn das österreichische Fernsehen bat, sich vor der Kamera zu outen.

Ein Geheimnis hinter dem Bühnenmenschen

"Ich brauche, um auf die Bühne zu kommen, eine gewisse Distanz. Wenn Sie wollen, nenne ich es sogar ein Geheimnis, um alle diese Dinge, die ich vorhabe, dass die überhaupt eine Chance haben, lebendig zu werden. Dafür brauche ich dieses Geheimnis. Und damit sind wir wieder bei der Werbung.

Die Werbung macht dieses Geheimnis schäbig. Ach, das ist doch der, der über Kaffee gesprochen hat, und jetzt spricht er Kleist. Da krieg ich eine Ohrfeige von Brecht noch im Nachhinein, weil Er Brecht zitiert. Und dieses Outing, an dem ich nichts zurückzunehmen habe, es ist etwas Merkwürdiges. Das einzig Gute ist, dass man kein Geld bekommen hat. Ich hab´ sehr viele positive Reaktionen bekommen, also sei’s drum."

Musik: "I am what I am” – Michael Heltau                   

Momentan arbeitet Michael Heltau mit den Wiener Theatermusikern an einem neuen Programm: Erfolgreiche Chansons - wie "Amsterdam" oder der "Bilbao-Song" und Wienerlieder - verbunden durch eine Conférence und gespickt mit vielen kleinen literarischen Einsprengseln. "Ich will einen blauen Ballon haben" wird es heißen. Das ist eine Zeile aus der Kurzgeschichte "Im Volksgarten", die der österreichische Dichter Peter Altenberg 1896 schrieb. Lieder und Geschichten sollen diesmal von Angst und von Sehnsucht erzählen. 

"Was ist Sehnsucht? Was ist ein blauer Ballon? Ach, ich möchte einen bläuen Ballon haben. Das kommt ein paar Mal. Ich weiß noch nicht, wie das funktioniert, da werfe ich jetzt den Speer voraus. Aber ich fange nach der Pause an, mit einem sehr kurzen Gedicht. Ich komme auf die Bühne und sage ‚Angst. Wir haben über Angst gesprochen und was man dagegen tun kann. Und dann haben wir gelacht. Und haben gelacht. Und dann haben wir gewusst, auch Lachen hilft gegen Angst.‘ Ist doch schön, nicht?"

Im November soll Premiere im Burgtheater sein. Michael Heltau wird dann zwar nicht über einen blauen Ballon singen, aber er will – soviel verrät er jetzt schon - eine überarbeitete Version seines Chansons "Ein roter Luftballon" ins Programm einbauen. Das Original schrieb der französische Liedermacher Serge Lama, den deutschen Text Loek Huisman.

Musik: "Ein roter Luftballon" (Version von 1981) – Michael Heltau

Diese Sendung können Sie nach Ausstrahlung ein Woche online nachhören. 

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk