Gesichter Europas / Archiv /

 

Der Hafen von Piräus

Chinesische Investoren planen das "Rotterdam des Südens"

Mit Reportagen von Simone Böcker und Chrissa Wilkens

Im Hafen von Piräus stapeln sich die nicht abgefertigten Container.
Im Hafen von Piräus stapeln sich die nicht abgefertigten Container. (AP)

Ehrgeizige Pläne für den griechischen Containerhafen in Piräus: Er soll der zweitgrößte Europas werden. Zumindest sind das die Ziele der chinesischen Reederei Cosco, die einen Teil des Hafens seit 2009 für 35 Jahre übernommen hat.

Nach Ansicht der Regierung in Peking handelt es sich dabei um eine Win-win-Situation: Cosco werde Piräus zu einem bedeutenden Umschlagplatz für chinesische Produkte machen, zum Zentrum des Handels zwischen dem Fernen Osten und Europa, während das in einer schweren Finanz- und Wirtschaftskrise steckende Griechenland durch neu entstehende Arbeitsplätze profitiert.

Doch vor allem griechische Gewerkschafter befürchten, dass die heimischen Arbeitnehmer den Kürzeren ziehen und aus dem Geschäft gedrängt werden. Zahlreiche Streiks der Hafenarbeiter waren bereits die Folge. Gleichzeitig führt die Gewerkschaft einen Kampf gegen die Ausbeutung billiger Arbeitskräfte aus aller Welt. Das hoch verschuldete Griechenland jedoch ist glücklich über die Hilfsangebote aus der Volksrepublik.



Mehr bei deutschlandradio.de

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Gesichter Europas

WirtschaftGegen den Strom - Litauens Absage an Russland als Energieversorger

Porträt von Litauens Präsidentin Dalia Grybauskaite 

"Terroristen-Staat", so bezeichnete Litauens Präsidentin Dalia Grybauskaite unlängst Russland und übte damit einmal mehr den Schulterschluss mit der Ukraine. Doch der Konfrontationskurs mit Moskau ist ein Vabanque-Spiel: Litauens Wirtschaft konnte zwar in den vergangenen Jahren mit einem vergleichsweise robusten Wachstum aufwarten.

KiewPulverfass Majdan - ein Jahr danach

Blick über den Majdan-Platz in Kiew.

Der Majdan im Zentrum der ukrainischen Hauptstadt Kiew: Auf diesem Platz ließ sich während des vergangenen Jahres wie unter einem Brennglas und im Zeitraffertempo ukrainische und europäische Geschichte beobachten. Gewaltfreie Studentenproteste gegen den weithin verhassten damaligen Staatspräsidenten Viktor Janukowitsch markierten den Auftakt.

ÖsterreichWien wächst - Eine Stadt plant ihre Zukunft

Der Blick über Wien vom Stephansdom. 

Laut jüngsten demografischen Berechnungen wird Wien in 15 Jahren zwei Millionen Einwohner zählen; das sind 250.000 Menschen mehr als bisher. Nach Berlin ist Wien dann die zweitgrößte Stadt im deutschsprachigen Raum. Eine große Herausforderung für die Donaumetropole, die jetzt die Weichen neu stellen muss.

Portugal nach der KriseFluch oder Chance?

Die Flaggen Portugals und Europas

Portugal erholt sich langsam von der schweren Wirtschaftskrise der vergangenen Jahre. Die Konjunktur zieht wieder an, es gibt mehr Jobs, das Haushaltsdefizit und die Staatsschulden werden nach und nach abgebaut. In Europa gilt Portugal deshalb als positives Beispiel für ein südeuropäisches Land, das aus der Eurokrise gelernt hat.