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Der Hafen von Piräus

Chinesische Investoren planen das "Rotterdam des Südens"

Mit Reportagen von Simone Böcker und Chrissa Wilkens

Im Hafen von Piräus stapeln sich die nicht abgefertigten Container. (AP)
Im Hafen von Piräus stapeln sich die nicht abgefertigten Container. (AP)

Ehrgeizige Pläne für den griechischen Containerhafen in Piräus: Er soll der zweitgrößte Europas werden. Zumindest sind das die Ziele der chinesischen Reederei Cosco, die einen Teil des Hafens seit 2009 für 35 Jahre übernommen hat.

Nach Ansicht der Regierung in Peking handelt es sich dabei um eine Win-win-Situation: Cosco werde Piräus zu einem bedeutenden Umschlagplatz für chinesische Produkte machen, zum Zentrum des Handels zwischen dem Fernen Osten und Europa, während das in einer schweren Finanz- und Wirtschaftskrise steckende Griechenland durch neu entstehende Arbeitsplätze profitiert.

Doch vor allem griechische Gewerkschafter befürchten, dass die heimischen Arbeitnehmer den Kürzeren ziehen und aus dem Geschäft gedrängt werden. Zahlreiche Streiks der Hafenarbeiter waren bereits die Folge. Gleichzeitig führt die Gewerkschaft einen Kampf gegen die Ausbeutung billiger Arbeitskräfte aus aller Welt. Das hoch verschuldete Griechenland jedoch ist glücklich über die Hilfsangebote aus der Volksrepublik.



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