Dossier / Archiv /

 

Der Kampfpilot verkauft Teddybären

Die Exil-Afghanen von Sankt Petersburg

Teddybär
Teddybär (AP)

Ein Viertel des riesigen Marktes "Apraksin Dvor" von Sankt Petersburg ist fest in afghanischer Hand. Der Plüschtierhändler hat 900 Flugstunden mit einer sowjetischen MIG absolviert. Auch der Regenschirmverkäufer ist Offizier, bewachte mal einen afghanischen Präsidenten. Damals, als die Sowjets seine Heimat besetzten.

Oder, so sah er es, befreiten. Sie schickten ihn zur Ausbildung nach Leningrad, und da musste er bleiben, weil sich die Zeiten änderten. 5000 Afghanen leben im heutigen Sankt Petersburg. Die meisten treibt die Sehnsucht nach einer Heimat, die sie nicht haben will. 70 Dollar als Polizist in Kabul? Dann lieber an der Newa Teddybären verkaufen. In der russischen Gesellschaft wirklich angekommen sind nur einige wenige.

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Dossier

Krieg im Frieden Bundeswehrsoldaten nach dem Auslandseinsatz

Bundeswehrsoldaten des Einsatzkontingents in Dakar stehen am 5. Februar 2014 auf dem Flugplatz in Dakar im Senegal.

Nach zwölf Jahren endet der gefährlichste Einsatz in der Geschichte der Bundeswehr: 120.000 Soldaten kämpften in Afghanistan.