Dossier / Archiv /

 

Der Kampfpilot verkauft Teddybären

Die Exil-Afghanen von Sankt Petersburg

Teddybär (AP)
Teddybär (AP)

Ein Viertel des riesigen Marktes "Apraksin Dvor" von Sankt Petersburg ist fest in afghanischer Hand. Der Plüschtierhändler hat 900 Flugstunden mit einer sowjetischen MIG absolviert. Auch der Regenschirmverkäufer ist Offizier, bewachte mal einen afghanischen Präsidenten. Damals, als die Sowjets seine Heimat besetzten.

Oder, so sah er es, befreiten. Sie schickten ihn zur Ausbildung nach Leningrad, und da musste er bleiben, weil sich die Zeiten änderten. 5000 Afghanen leben im heutigen Sankt Petersburg. Die meisten treibt die Sehnsucht nach einer Heimat, die sie nicht haben will. 70 Dollar als Polizist in Kabul? Dann lieber an der Newa Teddybären verkaufen. In der russischen Gesellschaft wirklich angekommen sind nur einige wenige.

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Dossier

JournalismusA lo Cubano

Havannas russisch-orthodoxe Kathedrale (Henning von Löwis)

"Berichten Sie objektiv - aber mit kubanischer Objektivität, nicht mit der deutschen!" Begleitet von diesen Worten werden Stempel in die Pässe von elf Journalisten gedrückt. Es ist das erste Mal seit Jahren, dass einer internationalen Gruppe aus Radio-, Online- und Printjournalisten Pressevisa für einen Besuch auf Kuba gewährt werden.

Politik Die Ukraine am Abgrund

Kiew, Ukraine: Eine Blume und eine ukrainische Flagge auf dem Maidan in einer Barrikade (picture alliance / dpa)

Ein Jahr nach der Maidan-Revolution sieht der Präsident der Ukraine das Land in der tiefsten Krise seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Die im April 2014 eingeleitete Anti-Terror-Aktion hat Dörfer und Städte zerstört und über eine Million Bewohner in die Flucht getrieben; das Land steht vor dem Staatsbankrott.

GesellschaftSinti und Roma in Deutschland

Eine Gruppe junger Frauen mit Kopftüchern und langen Röcken (picture alliance / dpa /  Wolfram Steinberg)

Annähernd eine halbe Million europäischer Sinti und Roma fielen dem Völkermord der Nazis zum Opfer - davon 25.000 in Deutschland. Sinti siedeln seit sechs Jahrhunderten in deutschen Landen. Die Vorfahren der heute in der Bundesrepublik ansässigen Roma kamen in der Mitte des 19. Jahrhunderts aus Moldawien und der Walachei.