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Der Kampfpilot verkauft Teddybären

Die Exil-Afghanen von Sankt Petersburg

Teddybär (AP)
Teddybär (AP)

Ein Viertel des riesigen Marktes "Apraksin Dvor" von Sankt Petersburg ist fest in afghanischer Hand. Der Plüschtierhändler hat 900 Flugstunden mit einer sowjetischen MIG absolviert. Auch der Regenschirmverkäufer ist Offizier, bewachte mal einen afghanischen Präsidenten. Damals, als die Sowjets seine Heimat besetzten.

Oder, so sah er es, befreiten. Sie schickten ihn zur Ausbildung nach Leningrad, und da musste er bleiben, weil sich die Zeiten änderten. 5000 Afghanen leben im heutigen Sankt Petersburg. Die meisten treibt die Sehnsucht nach einer Heimat, die sie nicht haben will. 70 Dollar als Polizist in Kabul? Dann lieber an der Newa Teddybären verkaufen. In der russischen Gesellschaft wirklich angekommen sind nur einige wenige.

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Dossier

Fischen in der Nebelbank Wie sich der Berliner Politikbetrieb zu TTIP positioniert

In einer Tasse mit einem EU-Symbol steckt eine US-Fahne, aufgenommen  in einem Büro in Dresden. (picture-alliance / dpa / Arno Burgi)

Je mehr die Deutschen von dem europäisch-amerikanischen Freihandelsabkommen TTIP erfahren, um so skeptischer werden sie. Während die Bürger zunehmend murren, will die Große Koalition in Berlin die Verhandlungen zum TTIP-Abkommen mit den USA unbedingt noch in diesem Jahr abschließen. Bundeskanzlerin Merkel schaut ungeduldig auf die Uhr und mahnt zur Eile bei TTIP – warum?