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StartseiteJazzFactsDie Ästhetik der Wiederholung24.05.2018, 21:05 Uhr

Der Schweizer Pianist Colin VallonDie Ästhetik der Wiederholung

Unter den vielen Klaviertrios im heutigen Jazz hat sich die Gruppe um den Pianisten Colin Vallon ein besonderes Terrain geschaffen. Die Wurzeln dieser Konzeption reichen zurück bis zu den Anfängen des Musikers aus Lausanne.

Von Karl Lippegaus

Das Colin Vallon Trio (Nicolas Masson / ECM Records)
Das Colin Vallon Trio (Nicolas Masson / ECM Records)

Mit 18 Jahren hatte Colin Vallon sein Studium abgebrochen, den klassischen Unterricht verlassen und sich an einer Jazzschule eingeschrieben. Schon bald darauf gründete er ein eigenes Trio, das seine vielfältigen genreübergreifenden Interessen reflektiert. Statt die eigene Virtuosität ins Zentrum zu rücken, arbeitete der Schweizer Künstler beharrlich an der Entwicklung von Rahmenbedingungen, um das Improvisieren im Trioformat neu zu stimulieren. Seit dem Erscheinen des Albums "Rruga" (2011) entstanden zwei weitere faszinierende Produktionen in jeweils zwei Jahren Abstand, die sich mit "Le Vent" (2014) und "Danse" (2016) zu einer eindrucksvollen Trilogie fügen. Dieser keineswegs im Verborgenen, sondern vor Publikum bei vielen Auftritten entwickelte kollektiv geprägte Jazz lebt stark von einem in jeder Musik wichtigen Element, nämlich der Wiederholung. Das klug und sensibel eingesetzte Repetieren einzelner Töne, Melodiefragmente und rhythmischer Motive hat das Colin Vallon Trio zu einer hohen Vortragskunst entwickelt.

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