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StartseiteDeutschlandfunk - Der TagDas Internet zurückerobern09.05.2018

Der TagDas Internet zurückerobern

Liebe statt Hass und den Trollen nicht das Internet überlassen: Das ist das erklärte Ziel von Jan Böhmermanns Aktion "Reconquista Internet". Gute Sache? Außerdem: Will Donald Trump wirklich nur einen besseren Atomdeal oder den Regime Change in Teheran? Und: Wie die Katholiken cooler werden wollen.

Von Sarah Zerback

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03.05.2018, Berlin: Jan Böhmermann, Satiriker; ist zu Internetkonferenz re:publica zugeschaltet. Die Konferenz über die digitale Gesellschaft findet gemeinsam mit der Media Convention statt.  (picture alliance / dpa / Britta Pedersen)
Per Videobotschaft auch auf der re:publica: Jan Böhmermanns Aufruf, das Internet zurückzuerobern (picture alliance / dpa / Britta Pedersen)

Weniger Hass, mehr Liebe: Das ist die Botschaft von Jan Böhmermann, mit der er das Internet zurückerobern will. Unter dem #ReconquistaInternet und in einer speziellen App rekrutiert er dafür Gleichgesinnte, die den gezielten Pöbeleien und Manipulationen der Trolle, etwas entgegensetzen will. Einfach, weil das am besten klappt, wenn nicht jeder für sich allein kämpft. Das sagt auch Sina Laubenstein. Sie arbeitet für das "No-Hate-Speech Movement", eine Kampagne, die sich mit den Betroffenen solidarisiert. Außerdem arbeitet sie bei den "Neuen Deutschen Medienmachern". Dafür, dass sie die Aktion des Satirikers Böhmermann unterstützt, erntet sie selbst gerade einen Shitstorm und erklärt, was gegen Hate Speech im Netz hilft.

Und noch ein Wahlversprechen eingelöst: Donald Trump ist raus aus dem Atomabkommen mit dem Iran. Das hält der US-Präsident für einen ganz schlechten Deal, die Mullahs in Teheran für Lügner, Terroristen, schrecklich gefährlich. Sieht sein neuer Sicherheitsberater, John Bolton, ganz genauso. Ein echter Hardliner, der schon im letzten Jahr ganz klar gemacht hat: "Um Irans Bomben zu stoppen, muss man Bomben auf den Iran werfen". Will Washington also in Wahrheit einen "Regime Change" - über Bande gespielt? Eher nicht, glaubt der ehemalige USA-Korrespondent Klaus Remme. Und findet Trumps Iran-Politik so schon gefährlich genug.

Das Image der Katholiken war schon mal besser. Findet auch der Präsident des Zentralkomitees der Katholiken und ärgert sich darüber, dass in Talkshows so viele "katholische Knalltüten" sitzen. Zeit also für Imagepflege, auf dem diesjährigen Katholikentag, der gerade in Münster beginnt. Kollege Rainer Brandes hat dort für uns nach Knalltüten Ausschau gehalten und - Spoiler - keine gefunden. Dafür Ideen, wie sich der Ruf verbessern ließe.

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