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StartseiteDeutschlandfunk - Der Tag"Dauerbrenner" Täter-Opfer-Umkehr26.01.2018

Der Tag"Dauerbrenner" Täter-Opfer-Umkehr

Wenn Missbrauchsopfer ihr Schweigen brechen, wird die Schuld für die Tat oft bei ihnen gesucht. Was hilft gegen die perfide Strategie? Außerdem fragen wir, ob der "Grüne Aufbruch" gelingen kann und ob die Menschheitsgeschichte neu geschrieben werden muss, nach den Homo-Sapiens-Funden in Israel.

Von Sarah Zerback

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Sogenannter "Slut walk" am 2. Juni 2017 in Jerusalem. "Sag uns nicht, was wir anziehen sollen. Sag Männern, dass sie niemanden vergewaltigen sollen." (imago / Zuma Press)
Ein Minirock ist kein Freibrief: So genannter "Slutwalk" im Juni 2017 in Jerusalem (imago / Zuma Press)

Selbst Schuld, zu spät drüber gesprochen und vielleicht sogar nur gelogen: Wenn sich Opfer sexualisierter Gewalt zu Wort melden, dann fallen Sätze wie diese so sicher wie das Amen in der Kirche. Zu beobachten ist das gerade auch in der Debatte um den Regisseur Dieter Wedel. Und einen Begriff gibt es dafür auch: Täter-Opfer-Umkehr. Die Traumatherapeutin Ursula Enders von "Zartbitter e.V.". sagt: "Je mutiger die Betroffenen werden, desto massiver kommt der Roll-Back derjenigen, die diese Gewalt- und Machtstrukturen rechtfertigen wollen".

Während die GroKo in Berlin langsam Formen annimmt, treffen sich die Grünen in Hannover, um nichts weniger zu organisieren als "einen neuen Aufbruch für Grün gegen eine bleierne Große Koalition". So hat es deren Bundesgeschäftsführer Michael Kellner formuliert. Starke Worte für eine Partei, die voraussichtlich kleinste Oppositionspartei wird und die sich gerade noch vom "Jamaika-Schock" erholen muss. Kann das also was werden und wie genau will die Partei das anpacken? Unser Kollege Jasper Barenberg hofft auf klare Antworten auf der Bundesdelegiertenkonferenz.

Und: Israelische Forscher haben neue Fossilien gefunden, die belegen, dass der Homo Sapiens Afrika noch viel früher verlassen hat als bisher gedacht. Sie sagen: "Die Menschheitsgeschichte muss jetzt neu geschrieben werden".  Wissenschaftsredakteur Michael Stang sagt: "Alles Käse. Am Gesamtbild ändert sich nichts". Und auch warum die Funde trotzdem spannend sind, erklärt er.

Fragen, Anmerkungen, Lob oder Kritik gerne an: dertag@deutschlandfunk.de

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