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StartseiteDeutschlandfunk - Der TagHamburger Luftnummer31.05.2018

Der TagHamburger Luftnummer

Fahrverbote auf ganzen zwei Straßen - Klingt nicht nach dem großen Wurf. Was hat Hamburg sonst noch so im Köcher? Babtschenko ist wieder auferstanden, aber seine Glaubwürdigkeit ist tot? Und: Wohnen ist ein Menschenrecht - Warum merkt man davon in Deutschland nichts?

Von Sarah Zerback

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21.02.2018, Hamburg: Ein Lastwagen fährt im Stadtteil Altona in der Stresemannstraße an einer Luftmessstation vorbei.  (dpa / Daniel Bockwoldt)
Luftmessstation in der Stresemannstraße - würde auch in anderen Ecken Hamburgs Sinn machen (dpa / Daniel Bockwoldt)

Seit Mitternacht gelten Diesel-Fahrverbote in Hamburg, die ersten in Deutschland. Und schon wenige Stunden später sind sich viele Kommentatoren einig: "Pseudo", "unnütz", "Schildbürgerstreich", eine "Blamage mit Ansage". Vor allem deshalb, weil die Verbote nur in zwei Straßen, auf wenigen hundert Metern gelten, mit vielen Ausnahmen. Die Hamburger selbst sind sich da weniger einig in ihrem Urteil, erzählt Korrespondent Axel Schröder. Die Luft sei zwar seitdem noch kein bisschen besser, aber dafür hat die Stadt noch einige andere Konzepte.

Wer gesehen hat, wie Arkadi Babtschenko gestern quicklebendig auf eine Pressekonferenz spaziert ist, konnte vermutlich seinen Augen nicht trauen - oder den Medien. Die hatten den Mann nur wenige Stunden vorher für tot erklärt. Quelle: Staatspräsident, Ministerpräsident und Polizeipräsident der Ukraine. Die hatten sich abgesprochen, um eine Geheimdienstoperation zu tarnen, die ihresgleichen sucht. Einen russischen Kremlkritiker schützen, die Hintermänner in einem vermeintlichen Mordkomplott aufdecken, indem sie seinen Mord faken. Das hat selbst Sabine Adler noch nicht erlebt - und die hat als Russland- und Osteuropakorrespondentin schon eine Menge gesehen.

Wie prekär die Lage auf dem Wohnungsmarkt in Deutschland ist, haben wir gestern besprochen. Dabei gibt es ein Menschenrecht auf Wohnen. Noch nicht gehört? Damit sind Sie nicht allein, sagt Michael Krennerich. Er ist Herausgeber der Zeitschrift für Menschenrechte und lehrt an der Uni Erlangen Menschenrechte und Menschenrechtspolitik. Er plädiert dafür, dieses Recht zu stärken und darauf zu achten, dass es auch eingehalten wird - besonders in einem reichen Land wie Deutschland.

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