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StartseiteHintergrundDer Weg in den 1. Weltkrieg25.12.2013

Der Weg in den 1. Weltkrieg

"Wegmarken"-Essayreihe 1914/2014

Die Sendereihe "Wegmarken" ist Teil eines Programmschwerpunkts, den das Deutschlandradio in diesem Erinnerungsjahr 2014 setzen wird. Dabei verbinden sich mit der Erinnerung an den Ausbruch des 1. Weltkriegs im nächsten Jahr auch das Gedenken an den Beginn des Zweiten Weltkriegs sowie das 25. Jubiläum des Mauerfalls und der 10. Jahrestag der sogenannten Osterweiterung der Europäischen Union.

Soldaten stehen in einem Schützengraben während des Ersten Weltkriegs. (AP)
Soldaten stehen in einem Schützengraben während des Ersten Weltkriegs. (AP)

Im Jahr 2014 wird an den Ausbruch des 1. Weltkrieges vor 100 Jahren erinnert. Er gilt heute als die "Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts", als der "Dreißigjährige Krieg der Moderne", "La Grande Guerre", "The Great War", "Der Große Krieg".

Der Erste Weltkrieg war der erste industriell geführte militärische Konflikt in Europa. Doch nicht nur aus humanitärer Perspektive wurde er zur europäischen Urkatastrophe. Auch politisch blieb nichts, wie es vorher war: Vier Reiche gingen unter – das Osmanische Reich, die Habsburger K.u.K-Monarchie, das russische Zarenreich und das Deutsche Kaiserreich.

Am Ende dieses "Zeitalters der Extreme" (Eric Hobsbawm), welches das 19. Jahrhundert im Zeichen des Nationalismus und des nationalsozialistischen Rassenwahns bis 1945 verlängerte, lag Europa in Schutt und Asche. Die vielzitierte "europäische Zivilisation" war fortan nicht mehr ohne Auschwitz zu denken. Das Trauma dieser Kriegserfahrungen gehört zum Gründungsmythos der Europäischen Union unserer Tage.  

In einer Essay-Reihe erinnerte der Deutschlandfunk an den Weg in den Ersten Weltkrieg – aus der Perspektive von sechs verschiedenen Ländern, die allesamt Protagonisten dieser "europäischen Urkatastrophe" waren. Dabei werden die vielen Brüche und Widersprüche deutlich, die dieses unruhige Zeitalter am Vorabend des 1. Weltkrieges kennzeichnen: Einerseits befindet sich Europa mitten im Aufbruch in die Moderne, andererseits wird der Kontinent durch den kruden Nationalismus verantwortungsloser Staatsmänner in den Abgrund gestürzt.

Die Autoren: namhafte Historiker

Für die Essays konnten namhafte Historiker als Autoren gewonnen werden. Sie wollen einen politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Rückblick ermöglichen und den Ersten Weltkrieg als entscheidende politische Zäsur für das gesamte 20. Jahrhundert verorten. Die Essays sind ein Versuch, den Ersten Weltkrieg als einen - bis heute wirksamen Teil - gemeinsamer europäischer Geschichte zu begreifen und ihn damit aus dem Kontext vorwiegend nationalstaatlichen Erinnerns herauszulösen.

Thilo Kößler

25. Dezember

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