Lebenszeit / Archiv /

 

Des Guten zu viel

Überfordert uns der Überfluss?

Eine Sendung von Stefanie Müller-Frank und Dörte Hinrichs (Moderation)

Konsum berauscht nur kurzfristig.
Konsum berauscht nur kurzfristig. (Gerd Pasch - Deutschlandradio)

Ständig kaufen wir etwas, das unser Leben schöner, angenehmer oder einfacher zu machen verspricht. Und wenn der Keller oder der Dachboden überquillt, ist es Zeit für den Flohmarkt, den Sperrmüll oder die Altkleidersammlung.

Das Bundesumweltministerium hat ausgerechnet, dass jeder Bundesbürger durchschnittlich 10.000 Gegenstände besitzt. Brauchen wir die alle oder verstopfen sie nur unsere Wohnung – und unser Leben? Warum kaufen wir den elektrischen Eierschneider, das zehnte Handy, das 50. Paar Schuhe?

Der Konsum kann kurzfristig berauschen, doch die Freude hält selten lange an. Der Ruf nach immer mehr lässt Rohstoffe schwinden und die Müllberge ansteigen. Bringen ältere Menschen, die noch die entbehrungsreichen (Nach-)Kriegszeiten erlebt haben, den Dingen eine größere Wertschätzung entgegen als jüngere Generationen?

Wir wollen mit Ihnen und unseren Gästen darüber sprechen, warum es so schwer fällt, sich von Gegenständen zu trennen oder gleich auf Überflüssiges zu verzichten. Und ob dieser Verzicht nicht vielleicht sogar bereichernd sein kann.


Unsere Gäste:

- Hartmut Rosa: Professor für Soziologie, Uni Jena

- Henrike Gänß: Architektin und Designerin

- Niko Paech: Volkswirtschaftler und außerplanmäßiger Professor am
Lehrstuhl für Produktion und Umwelt, Uni Oldenburg


Mehr zum Thema

Niko Paech: Befreiung vom Überfluss. Auf dem Weg in die Postwachtsumsökonomie. oekom 2012.

Hartmut Rosa: Weltbeziehungen im Zeitalter der Beschleunigung. Umrisse einer neuen Gesellschaftskritik. suhrkamp 2012.

Interview mit der Architektin und Designerin Henrike Stefanie Gänß ("brand eins")

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Lebenszeit

AltersangstEinsam und gebrechlich

Ein brauner Krückstock lehnt an einem Sessel. 

In der Öffentlichkeit ist unser Altersbild geprägt von der Angst vor Einsamkeit, Hilflosigkeit, Schmerzen und Kompetenzverlust. Dabei steht die Angst im krassen Widerspruch zu den vielgepriesenen Idealen eines ausgefüllten, aktiven, gesunden und selbstbestimmten Lebens. Doch ist das Alter tatsächlich nur Verlust und Belastung?

GeschwisterbeziehungenLebenslang verbunden

Auf blauem Hintergrund sind die Silhouetten einer Familie mit Mutter, Vater, Tochter und Sohn in weiß zu sehen.

Die Partner mögen wechseln im Laufe des Lebens, die Beziehung zu unseren Geschwistern begleitet uns meistens ein Leben lang. Geschwister lieben oder hassen sich, bewundern oder beneiden einander, sind Freunde oder Fremde.

Ältere ArbeitnehmerGestern ausgemustert, heute umworben?

Ein Senior sitzt im Büro an einem Empfang und telefoniert.

Noch sind sie die Minderheit, aber ihre Zahl wird aus Sicht des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung weiter wachsen. Ruheständler, die zurück in ihre Firmen gerufen werden. Manche arbeiten nur ein paar Stunden, andere betreuen Projekte über mehrere Wochen oder sind trotz Rentenalters Vollzeit beschäftigt.