Das Feature / Archiv /

 

Deutsch geht fremd

Ein Liebesdrama in drei Akten

Von Slavica Vlahovic

Die deutsche Sprache ist nicht leicht zu erlernen.
Die deutsche Sprache ist nicht leicht zu erlernen. (Stock.XCHNG / Vangelis Thomaidis)

Die Autorin konfrontiert das ihr fremde Deutsch mit ihrer Biografie. Sie flirtet mit seinen Wörtern, verwandelt das straffe "jawohl" in einen lustigen "Ochsen", aus "ohne" macht sie "mehr", aus Rückschlägen schräge Witze. Ihre Deutschkarriere begann mit Imperativen: "Putzen! Abstauben! Saugen!"

Als junge Frau kam sie aus Sarajevo nach Deutschland und wurde stumm. Deutsch ließ sie leiden und kämpfen; es reizte sie, immer tiefer in seine Geheimnisse vorzudringen. Im Chaos der fremden Klänge entdeckte sie kreative Räume, die sie ihr altes Leben neu sehen ließen.

Der Prozess des Lernens befreite sie von Trauer und Angst. "Sprache ist eine Waffe?" Sie denkt Tucholsky weiter: Deutsch als Fremdsprache ist eine Landmine, entweder man entschärft sie oder sie explodiert!

Ihr italienischer Dozent inspirierte sie mit seiner Metapher "sich die Fremde nehmen". Sie nahm sie sich leidenschaftlich und ging fremd mit Deutsch.


DLF 2013

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Das Feature

Porträt Die Frau in Weiß

Die Künstlerin Mary Bauermeister betrachtet am Donnerstag (19.04.2012) in Bonn eines ihrer Kristall-Objekte.

In ihrer Kindheit konnte Mary Bauermeister Farben riechen, Musik sehen, Bilder hören. Als junge Frau initiierte sie um 1960 in Köln eine künstlerische Bewegung, die man später Fluxus nannte.

ErdgasvorkommenGasrausch im ewigen Eis

Die Autorinnen Suzanne Bontemps (l.) und Sophie Panzer in Winterkleidung. 

In die wegen des harten Klimas gefürchteten Gebiete jenseits des Polarkreises, wo früher die Gulaghäftlinge in Bergwerken von Workuta oder Norislk schuften mussten, ziehen heute freiwillig Tausende meist junger Russen.

Zweiter WeltkriegDas Metall des Krieges oder: 100 Briefe aus Pleskau

Stadtpanorama Pleskau

"... abgehärmte Gestalten, die sich kaum auf ihren Beinen halten können. Von denen haben wir schon einen kleinen Friedhof", schrieb Unteroffizier Stemmer seiner Liebsten nach Deutschland. Im November 1941 bewachte er das "Stammlager 372" in der russischen Stadt Pskow, die die Nazis Pleskau nannten.