Mittwoch, 13.12.2017
StartseiteJazzFactsPorträt des Schweizer Pianisten Colin Vallon16.03.2017

Die Ästhetik der WiederholungPorträt des Schweizer Pianisten Colin Vallon

Unter den vielen Klaviertrios im heutigen Jazz hat sich die Gruppe um den Pianisten Colin Vallon ein besonderes Terrain geschaffen. Die Wurzeln des Konzepts dahinter reichen zurück bis in die Anfänge des Musikers aus Lausanne.

Von Karl Lippegaus

Der Musiker Colin Vallon (Jo Jankowski)
Der Musiker Colin Vallon (Jo Jankowski)

Mit 18 Jahren hatte er sein Studium abgebrochen, den klassischen Unterricht verlassen und sich an einer Jazzschule eingeschrieben. Schon bald darauf gründete Vallon ein eigenes Trio, das seine vielfältigen, genreübergreifenden Interessen reflektiert. Statt die eigene Virtuosität ins Zentrum zu rücken, arbeitete der Schweizer Künstler beharrlich an der Entwicklung von Rahmenbedingungen, um das Improvisieren im Trioformat neu zu stimulieren.

Seit dem Erscheinen des Albums "Rruga" (2011) sind zwei weitere faszinierende Produktionen in jeweils zwei Jahren Abstand entstanden, die sich mit "Le Vent" (2014) und "Danse" (2016) zu einer eindrucksvollen Trilogie fügen. Dieser keineswegs im Verborgenen, sondern vor Publikum bei vielen Auftritten entwickelte, kollektiv geprägte Jazz lebt stark von einem in jeder Musik wichtigen Element, nämlich der Wiederholung.

Das klug und sensibel eingesetzte Repetieren einzelner Töne, Melodiefragmente und rhythmischer Motive hat das Colin Vallon Trio zu einer hohen Vortragskunst entwickelt.

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