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StartseiteThemaProvokation als Online-Strategie 14.03.2017

Die AfD und die Sozialen MedienProvokation als Online-Strategie

Was die Anzahl der Facebook-Likes angeht, liegt die AfD weit vor den anderen politischen Parteien Deutschlands. Aber warum ist die Alternative für Deutschland in den Sozialen Medien so erfolgreich? Politikberater und Blogger Martin Fuchs analysiert die Online-Strategie der jungen Partei und fasst sie in einem Wort zusammen: Provokation.

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Betrachtet man die Parteienlandschaft auf Facebook, ergibt sich folgendes Bild: An der Spitze thront die AfD mit 316.000 Likes, gefolgt von der Linken (172.000), den Grünen (138.000), SPD (130.000) und CDU (127.000). Der Zuspruch für die AfD in den sozialen Netzwerken ist vergleichsweise hoch. "Das liegt daran, dass sie auf Provokation setzen", sagt der Politikberater Martin Fuchs.

Andere Parteien wie SPD und CDU müssten ihre etablierten Strukturen erstmal an Social Media anpassen, analysiert Fuchs. Die AfD hingegen sei eine junge Partei, die sich besonders in den Anfängen über Facebook mitgeteilt und organisiert habe. "Das anfängliche Agreement der Medien, nicht über diese Schmuddel-Partei zu berichten, hat dazu beigetragen", so der Blogger.

Die AfD profitiere zudem davon, dass die Betreiber der Facebook-Seite unabhängig von der Partei agieren können. Martin Fuchs sieht auch Probleme bei den etablierten Parteien. Hier müssten Social Media-Manager sich erst mit den Pressereferenten abstimmen, bevor etwas gepostet werden darf. Die "Alternative für Deutschland" könne im Vergleich dazu viel schneller auf Ereignisse reagieren oder Meinungen publizieren.

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