Das Feature / Archiv /

 

Die Bühne seines Lebens

Der Schauspieler Charles Dickens

Von Hannelore Hippe

Charles Dickens in einer zeitgenössischen Darstellung
Charles Dickens in einer zeitgenössischen Darstellung (picture alliance / dpa / Bifab)

Vor Aufregung fiebernd, macht sich 1831 ein gut aussehender junger Mann mit langen Locken und papageienbunter Weste für sein erstes Vorsprechen bei einem der großen Londoner Theater bereit. Seit frühester Kindheit will er zur Bühne und nun scheint die Erfüllung des Traumes in greifbarer Nähe.

Da erwischt eine grauenhafte Erkältung den hoffungsvollen Jüngling und er muss sein Vorsprechen verschieben. Er wird es nie nachholen, denn in den Wochen seiner Genesung wird er zum Shooting Star der literarischen Bühne Großbritanniens: Es ist Charles Dickens.

Doch die Liebe zum Theater und der Wunsch Schauspieler zu sein, verlassen ihn nie. Unentwegt inszeniert er von nun an mit seinen Freunden und Kindern Theaterstücke. Der hochbegabte Laiendarsteller spielt sogar vor der Königin.

Dickens organisiert Wohltätigkeitsinszenierungen und erfindet schließlich die ersten Dichterlesungen vor zahlendem Publikum: Charles Dickens Superstar. Bis zu 2000 Menschen kommen, um ihn zu sehen. Endlich kann er auf der Bühne stehen und spielen. Er erweckt die Figuren seiner Werke auf der Bühne zum Leben. Und er spielt sie alle – bis er vor Erschöpfung stirbt.

DLF 2012

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Das Feature

Psychopharmaka"Ich will ein Geständnis"

Walter Nowak steht vor einem Fachwerkhaus.

Zufällig finden sich in verschiedenen Vormundschaftsakten Patientenprotokolle der psychiatrischen Klinik Münsterlingen im Kanton Thurgau. Ehemalige Zöglinge aus Kinderheimen und Pflegefamilien müssen nun feststellen, dass in den 60er- und 70er-Jahren an ihnen Tabletten getestet wurden – Psychopharmaka.

Rien ne va plusWarum sich der Boulevardreporter Günter Stampf das Leben nahm

Eine Frau steht im Blitzlichtgewitter vor einer Gruppe Reporter und Fotografen.

Günter Stampf galt in der Medienbranche als Naturtalent. Charismatisch, hoch intelligent, gut aussehend. Mit 23 war der Österreicher, Ressortleiter der Zeitschrift "Bunte", mit 24 Chefreporter bei "Bild", zwei Jahre später kehrte er als stellvertretender Chefredakteur zur "Bunte" zurück – für 450.000 Mark Jahresgehalt.

PorträtKongos deutsche Hoffnung

Martin Kobler, Leiter der UNO-Friedensmission im Ostkongo.

Die neue Mission des ehemaligen deutschen Botschafters im Irak und in Afghanistan, Martin Kobler, scheint fast aussichtslos. Wie soll er eine UNO-Friedensmission mit 20.000 Soldaten aus 50 Ländern steuern in einem Land, das sieben Mal so groß wie Deutschland ist?