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"Die Freiheit schenkt sich nicht!"

Gerhart Baums "Weimarer Rede" über das Grundgesetz

Der frühere Bundesinnenminister Gerhart Baum (FDP), aufgenommen am 10. Oktober 2007 in Karlsruhe.
Der frühere Bundesinnenminister Gerhart Baum (FDP), aufgenommen am 10. Oktober 2007 in Karlsruhe. (AP)

Am 6. Februar 1919 konstituierte sich die Weimarer Nationalversammlung als das erste deutsche demokratisch gewählte Parlament im Weimarer Nationaltheater. Mit den "Weimarer Reden 2009" soll am historischen Ort daran erinnert werden.

Unter dem Motto: "In guter Verfassung? Die demokratischen Prozesse in Deutschland und Europa" sprachen dort bereits Wladyslaw Bartoszewski, Fritz Pleitgen und Jutta Limbach. Als letzter Vortragender war am 5. April Gerhart Baum zu Gast.

Der ehemalige Innenminister ist heute wieder als Rechtsanwalt tätig und engagiert sich in der internationalen Menschenrechtspolitik ebenso wie gegen eine Erosion der Grundrechte durch staatliche Gesetzgebung.

In Weimar sprach Gerhart Baum über zwei Schlüsseldokumente, die Deutschland nach der Nazi-Barbarei neue Wege gewiesen haben: die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte und das Grundgesetz. Wir dokumentieren den gekürzten zweiten Teil der Rede:

"In guter Verfassung?" fragen die "Weimarer Reden 2009". In den "Kulturfragen" dokumentierten wir die Rede Gerhart Baums über das Grundgesetz, gehalten im Nationaltheater Weimar am vorvergangenen Sonntag, in gekürzter Fassung. Baums Streitschrift "Rettet die Grundrechte! Bürgerfreiheit contra Sicherheitswahn" ist beim Verlag Kiepenheuer & Witsch erschienen.

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