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Die Handelsinvasoren kommen

Eine Geschichte aus Indien von Gewinnern und Verlierern

Von Dominik Müller

Fischerdorf Sakhari Nate, das an der indischen Westküste im Bundesstaat Mahrashtra liegt. (Deutschlandradio / Dominik Müller)
Fischerdorf Sakhari Nate, das an der indischen Westküste im Bundesstaat Mahrashtra liegt. (Deutschlandradio / Dominik Müller)

"Die EU-Handelspolitik erinnert uns an die alte East-India-Company, die vor 300 Jahren unsere Kolonialisierung eingeleitet hat", sagt die Inderin Sagari Ramdas. Sie muss es wissen: Seit vielen Jahrzehnten betreut sie Kleinbauern und Straßenhändler im Bundesstaat Andhra Pradesh.

Nachdem Indien sich Anfang der 90er-Jahre für den Weltmarkt geöffnet hat, sind viele Bauern verarmt und in die Slums der Großstädte abgewandert. Wenn jetzt den großen europäischen Supermarktketten der Marktzugang erlaubt wird, stehen viele der 30 Millionen Straßenhändler vor der Vernichtung ihrer Existenz.

Die EU drängt auf ein entsprechendes Freihandelsabkommen mit Indien. Angeblich sollen sich die Verträge positiv auf alle Beteiligten auswirken. Aber das hängt ganz von der Perspektive ab, die auf einem staubigen Feld völlig anders aussieht als in einem vollklimatisierten Vorstandsbüro eines Konzerns.

DLF/SWR 2013

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