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Seit 17:30 Uhr Nachrichten
StartseiteInnerdeutsche MigrationDie innerdeutsche Migration und die Folgen27.07.2007

Die innerdeutsche Migration und die Folgen

Serie des Deutschlandreporters

Junge Leute verlassen scharenweise den Osten. Vor allem hochqualifizierte Frauen zieht es in den Westen Deutschlands. Es entstehen Regionen mit deutlichem Männer-Überschuss. Aber seit einiger Zeit gibt es auch Wanderbewegungen vom Westen in den Osten. Rentner verbringen etwa am Müritzsee in Mecklenburg ihren Lebensabend.

Teils abgerissen stehen  in Dresden typische DDR-Plattenbauten. (AP)
Teils abgerissen stehen in Dresden typische DDR-Plattenbauten. (AP)

Deutschlandreporter Ulrich Gineiger und Deutschlandradio-Korrespondenten aus den Bundesländern sind für Deutschlandfunk und Deutschlandradio Kultur der innerdeutschen Migration und ihren Folgen nachgegangen. Sie haben vor Ort die Menschen nach ihren Motiven für den Ortswechsel gefragt und dabei bewegende Lebensgeschichten erzählt bekommen.

Bislang gesendet wurden in der Deutschlandfunk-Sendung "Deutschland heute" (montags bis freitags, 14.10 Uhr) folgende Beiträge:

Das zu Jahresanfang gestartete Internetportal www.sachsekommzurueck.de von Firmen, Landkreis, Kommunen und Freistaat Sachsen bekommt Modellcharakter. Hier können sich in den Westen abgewanderte Fachkräfte schnell und unkompliziert informieren über Arbeitsplätze in Sachsen, die Infrastruktur der Orte, Schul- und Kindergartenplätze für ihre Kinder. Tatsächlich kehren immer mehr Sachsen zurück. (MP3-Audio vom 3. August 2007)

Zur Wendezeit hatten die Hampps in ihrem idyllischen Wohnort Putzkau ein volles Haus - drei Kinder, Haustiere, Arbeit und Glück. Vor 15 Jahren gingen die minderjährigen Jungs in den Westen, jetzt bangt die 21-jährige Tochter um den Arbeitsplatz, auch sie könnte die Koffer packen. Zu den Sorgen um die Kinder kommt das Gefühl der Leere. Das Haus, für eine große Familie gebaut, strahlt Einsamkeit aus. (MP3-Audio vom 2. August 2007)

Gibt es den typischen Rückkehrer, der einst aus den neuen Ländern in den Westen ging und nun zurückgewonnen werden kann? Eine Ausstellung über Heimkehrer in Magdeburg geht dieser Frage nach. (MP3-Audio vom 1. August 2007)

Eisenach ist eine jener Ost-Städte, denen junge Menschen in Scharen davonlaufen. Die kommunale Selbstverwaltung erweist sich in diesem Punkt als machtlos: Durch die Überalterung ändern sich Freizeitangebot, Einkaufsverhalten und Befindlichkeit der verbleibenden Bürger. (MP3-Audio vom 31. Juli 2007)

Der Stadtteil Sonneberg in Chemnitz war einst Kietz. Die alten Gründerzeithäuser haben die Bombardierung und die Mangelwirtschaft in der DDR-Zeit überlebt. Seit den 90er Jahren ziehen die Menschen in den Westen, Häuser stehen leer, selbst Gebäude mit intakter Substanz werden abgerissen. Immer mehr Chemnitzer wehren sich gegen die Abrisswut. (MP3-Audio vom 30. Juli 2007)

Bernhard Helbing, Bauunternehmer aus Nordrhein-Westfalen, hat sich auf die Sanierung von Altbauten spezialisiert. Da dafür der Markt in den neuen Bundesländern besonders ausgeprägt ist, zog er mit seiner Familie nach Großhartau bei Dresden. Die Integration der Familie ist so gut gelungen, dass sie ihre Zukunft dauerhaft in Sachsen verbringen will. (MP3-Audio vom 27. Juli 2007)

Die Stadt Leipzig kutschiert westdeutsche Pensionäre in Sonderbussen durch ihre Straßen. Dabei versucht sie, möglichst viele von ihnen zum Bleiben zu bewegen. (MP3-Audio vom 26. Juli 2007)

Der einstige "Müll-Baron" Norbert Rethmann aus Nordrhein-Westfalen gilt als kommunalpolitischer Wirbelwind. Er engagiert sich ehrenamtlich für seine neue Heimatgemeinde auf Rügen. (MP3-Audio vom 25. Juli 2007)

Großhartau östlich von Dresden ist eine jener Kommunen, aus denen Frauen scharenweise abwandern. Bei einer "Moped-Power"-Veranstaltung wird die Situation besonders deutlich: Die wenigen Mädchen schwärmen vom Kofferpacken, die meisten jungen Männer reagieren ratlos, und der Bürgermeister fürchtet die Vergreisung seines Heimatortes. (MP3-Audio vom 24. Juli 2007)

Barocker Stadtkern, grüne Flächen, kulturelle Vielfalt: Görlitz entwickelt sich zum Magneten für meist betuchte Bürger aus dem Westen. Die Stadt an der polnischen Grenze trumpft durch ihre günstigen Immobilienpreise auf. (MP3-Audio vom 23. Juli 2007)

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