Seit 04:05 Uhr Radionacht Information
 
  • Deutschlandfunk bei Facebook
  • Deutschlandfunk bei Twitter
  • Deutschlandfunk bei Instagram

 
 
Seit 04:05 Uhr Radionacht Information
StartseiteAtelier neuer MusikTiefenbohrung ins Unterbewusste30.08.2014

Die Komponistin Chaya CzernowinTiefenbohrung ins Unterbewusste

Immer näher tastet sich die israelische Komponistin Chaya Czernowin, 1957 in Haifa geboren, an das heran, was im tiefsten Inneren verborgen sitzt, was sie selber nicht kennt, was sich dem Bewusstsein entzieht. Das Komponieren ist für sie ein Akt der systematischen Erforschung dieses Ortes.

Von Barbara Eckle

Die Komponistin Chaya Czernowin (Schott Promotion / Astrid Ackermann)
Auf der Suche nach der verborgenen Musik: Chaya Czernowin (Schott Promotion / Astrid Ackermann)

Die Musik ist einerseits der Gegenstand, der sie dahin transportiert, andererseits wird sie zum Medium, durch das Chaya Czernowin dem Hörer ein Stück Unterbewusstsein, vielleicht sogar ein Stück kollektiven Unterbewusstseins zugänglich machen will. Ästhetische Fragen hebeln sich von selber aus in diesem Kompositionsprozess, der sich im Verlauf der Zeit auch als Reduktionsprozess erweist. Die Unzulänglichkeit der Sprache war bereits Ausgangspunkt ihrer vielbeachteten Kammeroper „Pnima... ins Innere“ (2000). Vierzehn Jahre später, in „Hidden“ für Streichquartett und Elektronik, dringt sie ohne Worte, ohne Szene, ohne Dramatik, nur durch Klang und Stille in einen Raum im Inneren vor, den man zu sehen kaum imstande ist. Im Gespräch mit Autorin Barbara Eckle gewährt Chaya Czernowin Einblick in Schlüssel- und Wendepunkte dieses Weges, dessen Ziel sie nicht kennt.

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk