Sonntag, 17.12.2017
StartseiteLyrix"Die Macht der Medien"01.12.2008

"Die Macht der Medien"

Vertraust und traust du den Medien?

Das Grundgesetz garantiert die Pressefreiheit in Deutschland. Aber kann man öffentlicher Berichterstattung immer trauen? Ist sie neutral oder von Interessen gelenkt? Und wie stark können Medien die Gesellschaft beeinflussen? Das Dezember-Leitmotiv lautet "Die Macht der Medien".

Das Ergebnis der Bundestagswahl vom Sonntag beherrscht am Montag, 19. September 2005, die Titelseiten der Tageszeitungen in Deutschland. (AP)
Das Ergebnis der Bundestagswahl vom Sonntag beherrscht am Montag, 19. September 2005, die Titelseiten der Tageszeitungen in Deutschland. (AP)
Mehr bei deutschlandradio.de

Downloads:

Lyrix-Material Köhler

Das Gedicht "Newspaper" von Barbara Köhler beschäftigt sich mit den Themen Medien, Nachrichten und dem Papier, auf dem sie gedruckt sind. In den Zeilen werden die Nichtigkeit und die Vergänglichkeit der in Massenblättern verkauften "Wahrheit" thematisiert. Gleichzeitig steht die Frage im Raum, ob es wirklich die Wahrheit ist.

Die neutrale Berichterstattung ist die Pflicht eines Reporters. Hanns Joachim Friedrichs, Moderator der Nachrichtensendung "Tagesthemen", sagte einmal: "Einen guten Journalisten erkennt man daran, dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache, auch nicht mit einer guten." Denn - Medien haben Einfluss auf die Meinung der Bevölkerung, aber haben sie auch die Macht, die Gesellschaft zu manipulieren?

Wie steht ihr zu den Medien, ob es sich nun um Print, Hörfunk oder Fernsehen handelt? Traut bzw. vertraut ihr dem Wahrheitsgehalt der Nachrichten oder fühlt ihr euch manchmal überrumpelt oder in eine bestimmte Richtung gedrängt? Wir wollen euren Standpunkt zur "Macht der Medien" wissen und freuen uns auf eure Gedichte zum gleichnamigen Dezember-Leitmotiv.

Die lyrix-Regeln zum Nachlesen!

Newspaper
Von Barbara Köhler

Wir nehmen die gekauften Nachrichten hin
nicht wahr wir legen sie ab einen Vorrat
an Versprechen & Verbrechen 100 Prozent
Altpapier bis zur Entsorgung gestapeltes
Gestern nehmen wir an nicht wahr was wir
ablesen hält uns auf dem laufenden hält
nichts an und kein Versprechen ist halt-
barer als der Tod der anderen nicht wahr
nur eine Drohung eine Leere die Stellung
der Schrift unter Druck das Papier woran
wir uns halten ist recyclebar in Zukunft
ist eine LebensVersicherung das Wahre es
dreht sich alles um uns du sag doch was
es ist nicht wahr sag doch ist nicht war

Newspaper mit Erläuterung als MP3-Datei.
Die begleitenden Unterrichtsmaterialien stehen hier als PDF zum kostenfreien Download zur Verfügung.

Wichtige Mitteilung: Aufgrund der Feiertage ist der Einsendeschluss für die Dezembergedichte der 21.12.2008, 0.00 Uhr. Gedichte, die zu einem späteren Zeitpunkt eingesendet werden, können nicht berücksichtigt werden.

Das Gedicht von Barbara Köhler wird im Dezember im Deutschlandfunk zu hören sein und 2009 Eingang in die gedruckte Fassung des Lyrikkalenders finden.

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk