Sternzeit / Archiv /

 

Die Neugier am Ziel

Von Dirk Lorenzen

Riskantes Manöver: Auf dieser Zeichnung gelingt die Landung am Himmelskran (NASA)
Riskantes Manöver: Auf dieser Zeichnung gelingt die Landung am Himmelskran (NASA)

Die Nacht zum Montag wird für das Forscherteam des neuen NASA-Rovers Curiosity zu einer Nervenschlacht. Denn das nach dem englischen Wort für Neugier benannte Fahrzeug soll am frühen Montagmorgen deutscher Zeit in einem halsbrecherischen Manöver auf der Oberfläche des Planeten Mars landen.

Das Raumschiff ist seit mehr als acht Monaten unterwegs und tritt mit mehr als 20.000 Kilometern pro Stunde in die Marsatmosphäre ein. Ein großer Hitzeschild schützt vor der enormen Reibungshitze.

Etwa zehn Kilometer über dem Boden werden Fallschirme geöffnet. In knapp zwei Kilometern Höhe zünden dann Bremstriebwerke. Schließlich wird das Curiosity-Fahrzeug von einem "Himmelskran" genannten System auf die Oberfläche abgeseilt.

Sobald der Rover festen Boden unter den Rädern hat, werden die Kabel gekappt, der Kran fliegt weiter und stürzt in den Marssand. Dieses komplizierte Manöver konnte nie vollständig auf der Erde geprobt werden.

Es muss jetzt vollautomatisch auf Anhieb klappen. Denn eine zweite Chance gibt es nicht und ein Eingreifen von der Erde aus ist nicht möglich, weil die Funksignale hin und zurück fast eine halbe Stunde brauchen.

Geht alles glatt und Curiosity landet tatsächlich heil im Gale-Krater, soll das Fahrzeug zwei Jahre lang im Einsatz sein. Es hat Instrumente am Bord, um die Zusammensetzung des Marsbodens und der Atmosphäre zu untersuchen und die Umgebung zu fotografieren.

Die Forscher sind neugierig, ob auf Mars einst lebensfreundliche Zustände geherrscht haben. Allerdings ist die rollende Messstation nicht dafür ausgestattet, nach heutigem Leben im Marsboden zu suchen.

NASA-Informationen zur Curiosity-Mission

Die Mars-Rover der NASA

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Sternzeit

AstronomieKamele, Gazellen und der ganz große Löwe

Schafherde, Kamele und Frau mit drei Mädchen: Kepheus, Drache und Großer Wagen (Stellarium)

Tief über dem Nordhorizont steht heute Nacht der Schäfer mit Hund und Schafen. Am Nordosthimmel steigen vier Kamele auf und im Zenit zeigt sich die alte Frau mit drei jungen Mädchen.

AstronomieEinsteins Denkmäler am Himmel

Vier Bilder desselben Quasars: Das "Einstein-Kreuz" am Himmel (NASA/ESA)

Heute vor 60 Jahren ist Albert Einstein verstorben. Seine Allgemeine Relativitätstheorie, die im Herbst hundert Jahre alt wird, ist eine Theorie der Schwerkraft, der Gravitation.

AstronomiePluto und kein Ende

Einst ein Planet, heute ein Zwergplanet: Pluto in einer Aufnahme des Hubble-Teleskops (NASA/ESA)

Heute kehrt der Zwergplanet Pluto seine Bewegungsrichtung am Himmel um. Er zieht nun "rückläufig" vor dem Hintergrund der Sterne entlang, also von links nach rechts.

 

Wissen

Frankfurter MusikmesseInstrumente aus dem Schulranzen

Gemeinsam mit Juliane Ziegler von der Handwerkskammer Halle trommelt Schlagzeugmacher Markus Meyer am 24.10.2013 in seiner Werkstatt in Halle (Saale) (Sachsen-Anhalt) auf einer Cajon. Als einer von zwei größeren Herstellern in Deutschland fertigt der gebürtige Vogtländer die aus Peru stammende Kistentrommel mit vier Mitarbeitern in seiner Manufaktur. Weit über 1000 Instrumente verlassen die Werkstatt im Jahr unter anderem auch nach Japan und Australien. Den warmen Klang des Cajon schätzen auch immer mehr bekannte Musiker aus den Bereichen Schlager und HipHop. (picture alliance / dpa / Hendrik Schmidt)

Langes, stilles Sitzen am Computer und auf der Schulbank. Das schreit nach körperlichem Ausgleich. Die Frankfurter Musikmesse hat diesen Schrei gehört. Rhythmus-Schulungen aller Art stehen im Vordergrund bei didaktischen Neuheiten, die Musikverlage oder Instrumentenbauer gerade für Schulklassen anbieten.