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StartseiteKultur heute"Die Schande Faruk Hosni"25.05.2009

"Die Schande Faruk Hosni"

Der ägyptische Kulturminister und Antisemit soll neuer UNESCO-Generaldirektor werden

Die Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, hat die deutsche Politik aufgefordert, sich gegen Faruk Hosni als neuen Generaldirektor der UNESCO zu stellen.

Charlotte Knobloch im Gespräch mit Dina Netz

Der ägyptische Kulturminister Faruk Hosni (AP)
Der ägyptische Kulturminister Faruk Hosni (AP)

"Durch seine eindeutigen antisemitischen und antiisraelischen Äußerungen hat sich der ägyptische Kulturminister Faruk Hosni für das Amt des Generaldirektors der UNESCO disqualifiziert", sagte Knobloch am Montag im Deutschlandfunk. Sie appellierte an Deutschland und andere westliche Länder, "alles zu unternehmen, diesen gefährlichen Kandidaten für das Spitzenamt zu verhindern".

Einen entsprechenden Aufruf französischer Intellektueller unterschreibe sie zu "hundert Prozent", sagte Knobloch. Die fehlende klare Verurteilung von Hosnis "Verbalattacken gegen den jüdischen Staat und das Judentum" durch deutsche UNESCO-Vertreter sei "absolut unverständlich", kritisierte sie. Auch der deutsche Außenminister Steinmeier müsse zeigen, "wann die rote Linie überschritten ist". Die deutsche Politik hätte sich schon längst in die Debatte um Hosni einschalten müssen, betonte Knobloch.

"Dieser Hosni ist ein Volksverhetzer, der Lügen streut", sagte sie. Er stehe nicht für den Frieden, den Dialog und die Kultur, sondern für das Gegenteil. "Die Glaubwürdigkeit der UNESCO würde mit Hosni absoluten Schaden nehmen", sagte Knobloch.

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