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Seit 20:10 Uhr Das Feature
StartseiteDas FeatureDie verborgene Opposition10.01.2012

Die verborgene Opposition

Iranische Studierende und die zweite islamische Kulturrevolution

Während 2011 in vielen arabischen Ländern meist von der Jugend geführte Oppositionsbewegungen demokratische Umstürze initiierten, herrscht im Iran gespenstische Ruhe. Dabei war es gerade die iranische Studentenbewegung, die 2009 mit Massenprotesten ein Beispiel für die Nutzung neuer Medien im Widerstand gegen autoritäre Regime gab.

Von Christoph Burgmer

Iranische Demonstranten zünden Müllcontainer an. (picture alliance / dpa)
Iranische Demonstranten zünden Müllcontainer an. (picture alliance / dpa)

Aber anders als in Tunesien oder Ägypten wurden die Proteste im Iran niedergeschlagen.

Viele Studenten wurden ermordet, landeten im Gefängnis oder flohen ins Ausland.

Und viele kehrten zurück an die Universitäten, ohne weitere Hoffnung auf demokratische Veränderungen.

Es folgte die bis heute andauernde radikale Islamisierung des Bildungssystems.

Schulbücher werden umgeschrieben, Bücher und Filme zensiert und verboten, Zeitungen und Zeitschriften geschlossen, Facebook und Twitter verboten.

Nach 30 Jahren eine zweite islamische Kulturrevolution.
Wie reagieren die Studierenden auf ihre totale Überwachung?


DLF/SWR/WDR 2012

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