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Die Welt am atomaren Abgrund

Die Kuba-Krise vor 50 Jahren

Von Henning von Löwis

Luftaufnahme eines sowjetischen Raktenstützpunkts auf Kuba im Oktober 1962.
Luftaufnahme eines sowjetischen Raktenstützpunkts auf Kuba im Oktober 1962. (picture alliance / dpa)

13 Tage lang hing im Oktober 1962 das Schicksal der Welt an einem seidenen Faden. Denn die USA waren fest entschlossen, die Stationierung sowjetischer Atomraketen auf Kuba mit allen Mitteln zu verhindern. Das bedeutete, gegebenenfalls auch einen Dritten Weltkrieg zu riskieren.

"Was ist das?"
"Sonntagmorgen hat eine von unseren U-2 diese Fotos geschossen.
Die Sowjets stationieren Mittelstreckenraketen in Kuba."
"Es war klar: Wir konnten keine sowjetischen Atomraketen auf Kuba hinnehmen."
"Diese Raketen müssen entfernt werden."
"Die Sowjets verstehen nur eine Sprache: entschlossenes Handeln, respektieren nur ein Wort: Gewalt."
"Ich bin der Oberbefehlshaber in den USA. Und ich bestimme, wann wir Krieg führen."

Die filmische Umsetzung eines Kapitels Weltgeschichte, das um ein Haar nicht mehr hätte dokumentiert werden können: Thirteen Days.

13 Tage lang hing im Oktober 1962 das Schicksal der Welt an einem seidenen Faden. Denn die Vereinigten Staaten waren fest entschlossen, die Stationierung sowjetischer Atomraketen auf Kuba mit allen Mitteln zu verhindern. Das bedeutete: gegebenenfalls auch Atomwaffen gegen Kuba und die Sowjetunion einzusetzen, also einen Dritten Weltkrieg zu riskieren.

Neben zerstörten Landungsbooten der Invasionstruppen kühlt sich ein siegreicher Castro-Soldat in der Schweinebucht 1961 die Füße im Wasser.Neben zerstörten Landungsbooten der Invasionstruppen kühlt sich ein siegreicher Castro-Soldat in der Schweinebucht 1961 die Füße im Wasser. (picture-alliance/ dpa)Rückblende. Ein Meilenstein auf dem Weg in die Krise war das Fiasko der USA in der Schweinebucht im April 1961. Die von langer Hand von der CIA vorbereitete Invasion scheiterte nach 72 Stunden.

Die Schlappe der USA in der Schweinebucht hatte weitreichende Konsequenzen. In Washington rollten Köpfe. CIA-Direktor Allen Dulles wurde in die Wüste geschickt und durch John McCone ersetzt.

In Havanna proklamierte Fidel Castro am 16. April 1961 den Sozialismus und steuerte Kuba mehr und mehr ins Fahrwasser der Sowjetunion – ausgehend von der Erkenntnis, dass nur Moskau
die Waffen und das militärische Know-how zu liefern vermochte, die zur Verteidigung der kubanischen Revolution erforderlich waren.

Und in Moskau nutzte Nikita Chruschtschow die Gunst der Stunde, um durch den neuen Verbündeten Kuba – das erste sozialistische Land in der westlichen Hemisphäre – an Boden zu gewinnen im globalen Wettkampf der Systeme.

Die permanente Bedrohung Kubas durch die USA öffnete der UdSSR Tür und Tor auf der Insel und trug maßgeblich dazu bei, Kuba weltpolitisch zu einem Satelliten der Sowjetunion zu machen.

Moskau blieb nicht verborgen, dass die fehlgeschlagene Invasion in der Schweinebucht im April 1961 nur das Vorspiel war zu einem umfassenden Plan der USA, Fidel Castro zu stürzen und einen Regimewechsel in Havanna herbeizuführen.

Das Ziel war klar definiert, wie Richard Helms, früherer CIA-Direktor rückblickend auf einem Symposium 1992 konstatierte:

"Präsident Kennedy wollte Castro und seine kommunistische Regierung los werden. Operation Mongoose war schon ein Jahr vor der Krise angelaufen. Geheimagenten wurden angeworben und für den Einsatz in Kuba ausgebildet."

In sechs Etappen subversiver Kriegführung sollte der Boden bereitet werden für eine "Volkserhebung" gegen Castro, die schließlich im Oktober 1962 zu seinem Sturz und zur Einsetzung einer USA-freundlichen Regierung in Havanna führen sollte.

Die US-amerikanische Operation Mongoose provozierte jenseits des Eisernen Vorhangs die "Operation Anadyr" – die umfassendste sowjetische Geheimoperation zu Zeiten des Kalten Krieges. Initiator dieses Unternehmens war Kennedys weltpolitischer Gegenspieler Nikita Sergejewitsch Chruschtschow, Vorsitzender des Ministerrates der UdSSR.
In seinen Memoiren erläutert Chruschtschow, wie es zur "Operation Anadyr" kam:

Wir waren sicher, dass die Amerikaner sich niemals mit der Existenz von Castros Kuba abfinden würden. ( ... ) Es war mir klar, dass wir Kuba sehr wohl verlieren könnten, falls wir nicht einige entscheidende Schritte zu seiner Verteidigung unternahmen.

Bei seinem Besuch in Bulgarien im Mai 1962 kam Chruschtschow auf die Idee ...

... auf Kuba Raketen mit nuklearen Sprengköpfen zu installieren und ihre Anwesenheit dort vor den Vereinigten Staaten so lange geheim zu halten, bis es für sie zu spät war, irgendetwas dagegen zu unternehmen.

Operation Anadyr begann im Juni 1962, nachdem Fidel Castro Ende Mai grünes Licht für die Raketen-Stationierung gegeben hatte. Unabdingbar für das Gelingen des Unternehmens, war aus der Sicht Chruschtschows absolute Geheimhaltung.

Wenn wir die Raketen heimlich installierten und wenn die Vereinigten Staaten erst entdeckten, dass sich die Raketen dort befanden, wenn diese bereits auf ihr Ziel gerichtet und abschussbereit waren, dann würden die Amerikaner es sich zweimal überlegen, bevor sie versuchten, unsere Einrichtungen mit militärischen Mitteln zu vernichten.

Chruschtschow wagte das Spiel mit dem Feuer, weil er Kennedy für ein politisches Leichtgewicht hielt, einen Staatsmann der "saft- und kraftlos" agiere, wie er Ende 1961
gegenüber Beratern geäußert hatte.

Der sowjetische Premierminister Nikita Chrustschow und der kubanische Präsident Fidel Castro vor dem Hotel Theresa in Harlem, New YorkDer sowjetische Premierminister Nikita Chruschtschow und der kubanische Präsident Fidel Castro. (AP)Chruschtschows Rechnung ging – was die Einschätzung Kennedys betrifft - teilweise auf. Allerdings ließ sich das größte amphibische Unternehmen in der Geschichte der UdSSR, an dem nicht weniger als 85 Schiffe beteiligt waren, auf Dauer nicht geheim halten. In diesem Punkt irrte Chruschtschow.

Es mangelte der CIA im Sommer 1962 nicht an Berichten über angebliche sowjetische Raketen auf Kuba, doch stichhaltige Beweise gab es nicht. Bereits am 10. August 1962 deutete CIA-Direktor John McCone die Möglichkeit an, dass die UdSSR eventuell sogar Atomraketen auf Kuba stationieren könnte.

Am 21. August riet John McCone Kennedy, einen Aufstand auf Kuba vorzubereiten und dann

... sofort mit ausreichenden Truppen einzugreifen, das Land zu besetzen, das Regime zu beseitigen und das Volk zu befreien.

Doch der CIA-Direktor fand kein Gehör. In Washington wurden alle Warnungen in den Wind geschlagen – bis zum bösen Erwachen im Oktober, der Entdeckung sowjetischer Raketen auf Kuba.

Am 2. Oktober wies Verteidigungsminister Robert McNamara die Streitkräfte an, sich auf eine Militäroperation gegen Kuba vorzubereiten. 100.000 Soldaten wurden in Militärbasen im Süden der USA verlegt. Am 4. Oktober wurde in Washington der Beschluss gefasst, die kubanischen Häfen zu verminen, um das Ausladen sowjetischer Schiffe zu verhindern. Am 20. Oktober sollte der Angriff auf Kuba erfolgen – aus der Luft und von See her. So sah es das Drehbuch der Operation Mongoose vor.

Niemand ahnte Anfang Oktober, dass dieses Drehbuch schon kurze Zeit später Makulatur sein würde.

11. Oktober 1962. CIA-Chef McCone konfrontiert Präsident Kennedy mit Fotos von Kisten, in denen sich offensichtlich Einzelteile sowjetischer Atombomber befinden. Kennedy kommt nicht umhin, umgehend weitere Spionageflüge über kubanischem Territorium zu genehmigen.

13. Oktober. Kurz vor Mitternacht startet vom Luftwaffenstützpunkt Edwards in Kalifornien eine U-2 zum Flug an die kubanische Westküste. Am Morgen des 14. Oktober aktiviert Luftwaffenmajor Richard S. Heyser die Bordkameras. Sie liefern jene Bilder sowjetischer Raketen auf Kuba, die die eigentliche Kuba-Krise auslösen: die Konfrontation der Supermächte USA und UdSSR – die gefährliche Gratwanderung am Rande des nuklearen Abgrunds, die um ein Haar zu einem Dritten Weltkrieg geführt hätte.

John F. Kennedy, der ganz im Gegensatz zu seinem Bruder Robert in der Kuba-Frage nie zu den "Scharfmachern" zählte, hat keine andere Wahl, als Stärke und Entschlossenheit zu demonstrieren. Von den Militärs im Krisenstab ExComm – dem Exekutivkomitee des Nationalen Sicherheitsrates - wird er gedrängt, schnell zu handeln und den Konflikt militärisch zu lösen. Auch Präsidenten-Bruder Robert ergreift Partei für die Hardliner und äußert am 20. Oktober:

Jetzt ist die letzte Gelegenheit für uns, Castro und die sowjetischen Raketen auf Kuba zu zerstören.

Nach Einschätzung von John F. Kennedy stehen die USA "unmittelbar vor einem Krieg". Doch der Präsident lässt weitere zwei Tage verstreichen, ehe er sich am 22. Oktober über Rundfunk und Fernsehen an seine Landsleute wendet.

"Unsere Regierung hat wie versprochen den sowjetischen Militäraufbau auf der Insel Kuba unter schärfster Überwachung gehalten. Innerhalb der letzten Wochen haben unmissverständliche Beweise die Tatsache erbracht, dass jetzt eine Reihe offensiver Raketenbasen auf der unterjochten Insel vorbereitet werden. Der Zweck dieser Basen kann nur sein, gegen die westliche Hemisphäre eine nukleare Angriffsmöglichkeit zu schaffen."

Kennedy ist sich im Klaren darüber, dass er es mit Worten nicht bewenden lassen kann - wohl wissend, dass jede unbedachte Tat gegen Kuba und die UdSSR Westberlin gefährden und zudem die Welt in eine nukleare Katastrophe stürzen kann.

"Wir werden nicht verfrüht oder unnötig einen weltweiten Kernwaffenkrieg riskieren, in dem selbst die Früchte des Sieges in unserem Munde zu Asche würden. Aber wir werden vor diesem Risiko auch nicht zurückschrecken, wenn wir ihm gegenüberstehen. Zur Verteidigung unserer eigenen Sicherheit und der Sicherheit der ganzen westlichen Hemisphäre, nach den Vollmachten, die mir durch die Verfassung gegeben sind und die durch den Kongress bestätigt wurden, habe ich deshalb angeordnet, dass folgende erste Schritte sofort eingeleitet werden: Erstens, um den offensiven Aufbau zu halten, wird eine strikte Quarantäne aller für Kuba bestimmten militärischen Angriffsausrüstungen eingeleitet. Schiffe jeglicher Art mit Bestimmungsort Kuba – von welcher Nation oder welchem Hafen sie auch kommen, werden zurückgeschickt, wenn festgestellt wird, dass sie Ladungen mit Angriffswaffen führen."

US-Präsident John F. Kennedy kündigt am 22. Oktober 1962 in einer Fernseh- und Radioansprache eine Seeblockade Kubas an.US-Präsident John F. Kennedy kündigt am 22. Oktober 1962 eine Seeblockade Kubas an. (AP Archiv)Die von Kennedy völkerrechtswidrig gegen Kuba verhängte Seeblockade – von den USA als "Quarantäne" apostrophiert - ist äußerst riskant angesichts atomar bewaffneter sowjetischer U-Boote im Atlantik und einsatzbereiter Atomwaffen auf Kuba.

Der kalte Krieg kann jeden Moment in einen heißen umzuschlagen – eine Befürchtung, die ihren musikalischen Niederschlag in einem Song von Bob Dylan findet.

"The Russian ships were sailing across the sea. We all feared by daybreak it would be World War number Three."

Am 24. Oktober tritt die "Quarantäne" in Kraft. Die Maßnahme zeigt Wirkung. Noch am selben Tag werden die auf Kuba-Kurs befindlichen sowjetischen Schiffe aus Moskau angewiesen, zu stoppen bzw. umzukehren – in keinem Fall aber den "Quarantäne-Ring zu durchbrechen.

Damit ist die Gefahr eines Kriegsausbruchs jedoch noch nicht gebannt, zumal auf Kuba ja bereits sowjetische Atomraketen stationiert sind und die USA ihren Abzug verlangen. Am 25. Oktober kommt es im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen zu einem heftigen Schlagabtausch zwischen den UN-Botschaftern der USA und der UdSSR, Adlai Stevenson und Walerian Sorin.

Stevenson unterbreitet einen Resolutionsentwurf, der den sofortigen Abzug aller Raketen und anderen Offensivwaffen aus Kuba fordert – und fügt hinzu, er sei bereit auf eine Antwort zu warten "bis die Hölle gefriert".

Die Antwort aus Moskau lässt auf sich warten. Unterdessen tritt Präsident Kennedys Krisenstab regelmäßig zu Lagebesprechungen im Weißen Haus zusammen. Die Tauben, die sich für eine friedliche Konfliktregulierung einsetzen, haben einen schweren Stand gegenüber den Falken, die einen Militärschlag gegen Kuba fordern.

Die schriftlichen Quellen und Tonbandaufzeichnungen, die die Begegnungen zwischen John F. Kennedy und seinem Beraterstab minutiös dokumentieren, vermitteln den Eindruck, dass die zögerliche Haltung des Präsidenten letztlich den Ausschlag gibt, das Schlimmste zu verhindern und den drohenden Atomkrieg eine Minute vor zwölf abzuwenden.
Denn:

Die US-Militärs sind schießwütig; allein unter ihrer Regie wäre es wohl zum Atomkrieg gekommen.

So der Historiker Cay Rademacher in der GEO-Dokumentation "Als die Welt am Abgrund stand". Dass es nicht dazu kam, ist letztlich dem Mann zu verdanken, der den Einfall hatte, Atomraketen auf Kuba zu stationieren: Nikita Sergejewitsch Chruschtschow.

Analysiert man das Verhalten des Kreml, und hier insbesondere Chruschtschows, in dieser Situation, so wird deutlich, dass Moskau um beinahe jeden Preis eine atomare Auseinandersetzung verhindern wollte.

So der Historiker Rolf Steininger. Am 26. Oktober signalisiert Chruschtschow in einem Schreiben an Kennedy die Bereitschaft der UdSSR, ihre Raketen aus Kuba abzuziehen gegen eine von den USA gegebene Garantie, Kuba nicht anzugreifen.

Doch einen Tag später, am "Schwarzen Samstag" wird über Kuba eine U-2 abgeschossen. Die US-Militärs fordern daraufhin Luftschläge gegen Kuba und eine anschließende Invasion. Und auf der Insel selbst laufen die Vorbereitungen für den Einsatz von Atomwaffen im Falle einer Aggression. Noch einmal droht die Krise außer Kontrolle zu geraten. Doch beide Weltmächte begreifen den Ernst der Lage.

So kommt es am Abend des 27. Oktober in Washington zu einer Begegnung zwischen Robert Kennedy und Sowjetbotschafter Dobrynin, die den Weg zu einer friedlichen Konfliktregulierung ebnet. Ein Kompromiss wird ausgehandelt, mit dem beide Seiten leben können: Die Sowjetunion zieht ihre Raketen aus Kuba ab, die USA garantieren Kuba nicht anzugreifen und ihrerseits zu einem späteren Zeitpunkt die in der Türkei stationierten Raketen abzuziehen.

Das mündlich gegebene - und nicht publik gemachte - Versprechen Washingtons, die US-Raketen auf türkischem Boden zu demontieren, erleichtert es Nikita Chruschtschow seinen offensichtlichen Gesichtsverlust wenigstens etwas zu kompensieren. Am 28. Oktober verkündet Chruschtschow über Radio Moskau den Abzug der Sowjetraketen aus Kuba.

Aus der Sicht Fidel Castros heißt der eindeutige Verlierer der Oktoberkrise 1962 dennoch: Chruschtschow.

Jene Ereignisse haben zweifellos Nikita Chruschtschow das Amt gekostet, der den Gegner unterschätzt, die ihm mitgeteilten Meinungen ignoriert hat und die endgültige Entscheidung nicht mit uns, die wir an der ersten Frontlinie standen, beraten hat. Was ein wichtiger moralischer Sieg gewesen sein könnte, wurde so zu einem folgenschweren politischen Rückschlag für die UdSSR.

So zu lesen in den "Reflexionen des Genossen Fidel", datiert vom 24. Januar 2012.

Chruschtschow versuchte das Einknicken gegenüber den USA in einen strategischen Sieg der Sowjetunion im Wettkampf der Systeme umzumünzen – einen "Sieg der Politik der friedlichen Koexistenz". Auf dem VI. Parteitag der SED im Januar 1963 in Berlin verkündete er:

"Bekanntlich hat der Präsident der USA in seiner Botschaft an die Sowjetregierung vor der ganzen Welt die Verpflichtung übernommen, dass die USA keine Invasion auf Kuba unternehmen und ihre Verbündeten davon abhalten werden. Damit musste die USA-Regierung faktisch auf eine bewaffnete Intervention gegen die Republik Kuba verzichten. Das war ein Fiasko der Politik der aggressivsten Kreise des Imperialismus und ein Sieg der Politik der friedlichen Koexistenz, der Politik des Kampfes gegen den Imperialismus, ein Triumph der Politik, die den Export der Konterrevolution zu verhindern sucht."

Die Kuba-Krise ist Geschichte. Kennedy und Chruschtschow sind längst von der politischen Bühne abgetreten. Die Sowjetunion ist untergegangen. Doch Castros Kuba – das sozialistische Kuba – hat überlebt.

Die Vereinigten Staaten steuern zwar immer noch einen Konfrontationskurs gegenüber Kuba, und sind nach wie vor nicht bereit, die Wirtschaftsblockade zu beenden, aber sie haben es nach der Oktoberkrise 1962 nie wieder gewagt, eine Invasion vorzubereiten, um gewaltsam einen Regimewechsel in Havanna herbeizuführen.

Mögen sich die Historiker auch über die Motive der einzelnen Akteure streiten, in die Geschichtsbücher eingehen wird die Oktoberkrise angesichts des Nuklearpotenzials der Supermächte USA und UdSSR als Gratwanderung am Rande eines Dritten Weltkriegs.

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