Wissenschaft im Brennpunkt / Archiv /

Die Wiederkehr der magischen Pilze

Halluzinogene in der Psychotherapie

Von Arndt Reuning

Halluzinogene Pilze
Halluzinogene Pilze (picture alliance / dpa - David Veis)

<papaya:link href="http:///" text="" title="" target="_self" />Die 60er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts waren die Hochzeit der Halluzinogene - und das nicht nur, um einen Rausch zu bekommen. Doch der Einsatz der Pharmaka in der Psychiatrie kam schnell zum Erliegen, die Gefahren waren zu groß. Erst jetzt erwacht das Interesse an den Substanzen wieder.

Flowerpower und sexuelle Revolution, Hippie-Kultur und psychedelische Musik – die 60er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts waren auch die Zeit eines intensiven Drogenkonsums. Auch Psychiater entdeckten die Halluzinogene neu und untersuchten, ob sich mit Substanzen wie LSD zum Beispiel Angststörungen behandeln ließen. Dem Rausch folgte aber bald schon die Ernüchterung: 1966 wurde LSD in den USA verboten. Zu groß waren die Gefahren von Abhängigkeit und negativen Persönlichkeitsveränderungen. Die medizinische Forschung an psychoaktiven Stoffen kam zum Erliegen.

Erst jetzt, Jahrzehnte später, erwacht allmählich wieder das Interesse an der substanzunterstützten Psychotherapie. Ein Wirkstoff aus Ecstasypillen könnte Kriegsveteranen dabei helfen, ihre Traumata zu verarbeiten. Und Psylocibin soll Krebspatienten im Endstadium zu mehr Lebensqualität verhelfen. Dabei sind die Risiken im Umgang mit diesen Drogen geblieben. Wie könnte eine verantwortungsbewusste Behandlung mit LSD, Ecstasy und "magischen Pilzen" aussehen?

"Manuskript zur Sendung:"

Die Wiederkehr der magischen Pilze

"Weiterführende Links:"

Seiten des Deutschlandradios:

      Der Geist im Labor
      (Studiozeit: Aus Kultur- und Sozialwissenschaften, 28.07.11)

      Keine Gesellschaft kommt ohne Drogen aus
      (Lesart, 19.06.11)

      Mit "Magic Mushroom" in die Röhre
      (Forschung aktuell, 30.05.11)

      Drogen gegen Angst
      (Forschung aktuell, 22.04.10)

Links ins Netz:

      Multidisciplinary Association for Psychedelic Studies (MAPS)

      Heffter Research Institute

      Rolf Verres, persönliche Homepage

      Dr. Charles Grob, Harbor-UCLA Medical Center

      Uniklinik Köln, Experimentelle Psychiatrie

      Schweizerische Ärztegesellschaft für Psycholytische Therapie

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Wissenschaft im Brennpunkt

E-MobilitätDie Elektroauto-Batterie – das unbekannte Wesen

Batterien sind langweilig, schwer, teuer, unästhetisch. Ein Elektroauto zu fahren mag sexy sein, die Akkus unter der Rückbank und die Suche nach der nächsten Schnellladestation sind es nicht. Oder doch?

Sendereihe "Amok" Teil 2: Überleben

Eine verzweifelte junge Frau hockt auf einem Bett. Im Vordergrund: Tabletten. 

Menschen, die den Amoklauf eines anderen überlebt haben, entwickeln oftmals eine posttraumatische Belastungsstörung. Immer wieder durchleben sie die belastenden Erlebnisse. Da scheint intensive psychologische Behandlung fast ein Muss. Aber: Manchmal kann Therapie hier auch schaden.

Sendereihe "Amok" Teil 1: Täterprofile

Eine Neun-Millimeter-Patrone 

Immer wieder wird nach einem Amoklauf versucht, verdächtige Eigenheiten in der Psyche des Täters auszumachen - auch dann, wenn er selbst bei der Tat ums Leben gekommen ist. Ob durch solche Analysen tatsächlich Geschehnisse wie das auf der Insel Utøya verhindert werden können, ist aber umstritten.