• Deutschlandfunk bei Facebook
  • Deutschlandfunk bei Twitter
  • Deutschlandfunk bei Google+
  • Deutschlandfunk bei Instagram

 
Seit 13:35 Uhr Wirtschaft am Mittag
StartseiteSternzeitRobert Bunsen und die Chemie der Sterne30.03.2016

Die Wiege der AstrophysikRobert Bunsen und die Chemie der Sterne

Seinen Namen kennen alle, die in der Schule auch nur ein paar Stunden Chemieunterricht hatten: Robert Wilhelm Bunsen, der einen von Michael Faraday entwickelten Gasbrenner nachhaltig verbesserte. Mit seinen späteren Arbeiten legte der Chemiker Bunsen gemeinsam mit dem Physiker Gustav Robert Kirchhoff unter anderem den Grundstein für die moderne Astrophysik.

Von Hermann-Michael Hahn

Darstellung des Spektralapparates von Bunsen und Kirchhoff  (TU Braunschweig)
Darstellung des Spektralapparates von Bunsen und Kirchhoff (TU Braunschweig)

Zusammen entwickelten beide um 1860 in Heidelberg die Grundlagen der Spektroskopie, die eine Fernerkundung kosmischer Objekte nur anhand des von ihnen ausgehenden Lichts ermöglicht.

Bereits mehr als 40 Jahre zuvor hatte der Optiker und Physiker Joseph von Fraunhofer im Spektrum der Sonne rätselhafte dunkle Linien bemerkt, die er allerdings nicht erklären konnte.

Erst Bunsen und Kirchhoff erkannten mit ihren Untersuchungen die Bedeutung dieser Fraunhofer-Linien. Sie fanden heraus, dass jedes chemische Element, wenn es erhitzt wird und verdampft, ein ganz charakteristisches Licht aussendet. Ein Licht, das auf zumeist wenige, ganz enge Farbbereiche, so genannte Spektrallinien, beschränkt ist.

Umgekehrt entstehen die dunklen Fraunhofer-Linien, wenn Licht kältere Gasmassen durchdringt und die Atome dort das für sie charakteristische Leuchten verschlucken.

Robert Wilhelm Bunsen (Uni Heidelberg)Robert Wilhelm Bunsen (Uni Heidelberg)

Der genaue Geburtstag Robert Wilhelm Bunsens ist strittig: Der Taufeintrag in Göttingen nennt den 30. März 1811, Bunsen selbst soll nach Angaben seines Biographen später aber den 31. März als Geburtstag gefeiert haben.

Ob heute oder morgen: Einer der Väter der Astrophysik wird 205 Jahre alt ...

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk