Dienstag, 20.02.2018
 
Seit 20:10 Uhr Hörspiel
StartseiteAus Religion und GesellschaftLuther und die Mystik11.10.2017

Die Wurzeln des ReformatorsLuther und die Mystik

Alle hundert Jahre entsteht ein neues Bild des Reformators, immer wenn Martin Luther bejubelt wird. War er ganz Kind der Neuzeit - oder aber verankert im mittelalterlichen Denken, vor allem in der Mystik? Luther und Mystik - ein lange nicht beachtetes Thema, nun von Forschern neu entdeckt.

Von Corinna Mühlstedt

Hören Sie unsere Beiträge in der Dlf Audiothek
Erfurter Lutherdenkmal (imago / Klaus Martin Höfer / Grafik / Deutschlandradio)
Martin Luther (1483-1546) (imago / Klaus Martin Höfer / Grafik / Deutschlandradio)
Mehr zum Thema

Reformation quergedacht Alle Beiträge der Reihe

Meister Eckhart Erfinder der Gelassenheit

Spiritualität mit oder ohne Religion

Intensivform des christlichen Glaubens

Persischer Poet Fariduddin Attar Weder Ketzer bin ich noch Muslim

Sufismus in Südasien Die Welt als Karawanserei

Evangelische Mystik Glaube, der das Herz berührt

"Mystik ist ein modernes Wort, das es zur Zeit Martin Luthers noch nicht gab. Aber wir können sagen: Mystik bedeutet, sich der unmittelbaren Gegenwart Gottes bewusst zu sein. Und dann steht Luther zweifellos in der Tradition der mittelalterlichen Mystik. Denn sein ganzes theologisches Denken und Ringen kreist um dieses Bewusstsein der Gegenwart Gottes."

Sagt ein Ökumene-Experte, der in Irland und Jerusalem lebt.

"Theologisch ist Luther jemand, der ganz tief aus dieser mittelalterlichen Tradition schöpft, neben der es natürlich ganz andere mittelalterliche Traditionen gibt. Und das macht dann nachher den Konflikt aus."

Sagt ein evangelischer Universitätsprofessor, der in Tübingen lehrt.

"Man muss dazusagen, dass oft das mystische Erleben eine Verwandlung meines gesamten Erfahrungs-Haushaltes bedingt. Und insofern gibt es keine abstrakte Mystik sondern nur eine, die sich in einen Lebenslauf hineinfügt, und ihn dann freilich auch oft sprengt oder verwandelt."

Sagt ein Ordensmann und Philosoph, der an päpstlichen Universitäten forscht.

Gregory Collins, Volker Leppin und Elmar Salmann: Drei Theologen, die sich mit dem mystischen Denken Martin Luthers befassen.

Mystik und Luther - ein Thema, das angesichts der politischen und theologischen Dispute des 16. Jahrhunderts lange unbeachtet blieb. Doch anlässlich des 500jährigen Reformations-Gedenkens wird es in der kirchenhistorischen Forschung heute neu entdeckt.

1505 fasste Marin Luther im Alter von 22 Jahren den Entschluss, Mönch zu werden und schloss sich in Erfurt den Augustiner-Eremiten an. In vielen Klöstern Europas herrschte zu dieser Zeit Aufbruch-Stimmung. Etliche Ordensleute waren bemüht, erstarrten Glaubensformen eine lebendige Spiritualität entgegenzusetzen.

Suche nach Innerlichkeit

Der spanische Kirchenhistoriker und Karmeliter Emilio Martinez:

"In dieser Epoche fragten Vertreter verschiedener spiritueller Strömungen erstmals nach der Verantwortung jedes einzelnen in Glaubensfragen. Die persönliche Spiritualität trat zunehmend in den Vordergrund. Erasmus von Rotterdam und andere große Humanisten wurden populär. Die von ihnen geprägte Haltung der Devotio Moderna lag geradezu in der Luft."

Ob in Spanien oder in den Niederlanden, in Böhmen, Sachsen oder Venetien: Überall entstanden christliche Erneuerungsbewegungen, die nach Innerlichkeit suchten, nach eigenen Erfahrungen mit Gott und einem Lebensstil, der dem Vorbild der Evangelien entsprach. Bei den Augustiner-Eremiten kam der junge Martin Luther mit dieser Ideenwelt in Berührung und sollte feststellen:

"Du bist weit davon entfernt, Gott wahrhaftig zu erkennen. Du meinst, Du hast diese Erkenntnis. Aber du musst zuvor ein anderer Mensch werden. Wer Gott erkennen will, der muss vom Grunde seines Wesens neu werden."

Augustin und Tauler beeinflussen Martin Luther

Seine ersten Jahre im Kloster sind für Martin Luther eine Zeit der intensiven persönlichen Suche nach Orientierung. Der Münchner Reformationshistoriker und Luther-Experte Reinhard Schwarz berichtet über den jungen Augustiner "Bruder Martin":

"Er hat in seinen frühen Studienjahren in Erfurt intensiv Augustin-Lektüre betrieben. Und Augustin ist eigentlich der größte Autor für die abendländische Mystik. Wichtige Grundgedanken der Mystik kann man schon bei Augustin finden, etwa dieses bleibende Wort: "Gott ist mir näher als ich mir selbst." Der nächste Autor, mit dem Luther dann auch bekannt wurde, war Bernhard von Clairvaux, der selber auch stark aus Augustin geschöpft, aber dann in einer sehr originellen Weise das weitergeführt hat. Und erst um einiges später ist Luther dann 1516 mit Tauler bekannt geworden."

Johannes Tauler war Dominikaner.* Er stammte aus Straßburg und hatte im 14. Jahrhundert mit seinem mystischen Gedankengut großen Erfolg als Seelsorger und Prediger. Bei ihm liest Luther:

"Zur lebendigen Wahrheit gelangt niemand auf anderem Weg als durch die Erkenntnis des eigenen Nichts-Seins."

Luther begeistert sich für Johannes Tauler und ebenso für einen kleinen Band mit mystischen Schriften, der unter dem schlichten Namen "Theologia Deutsch" bekannt wurde. Der evangelische Kirchenhistoriker Volker Leppin hat 2017 in seinem jüngsten Buch die "Mystischen Wurzeln" Luthers herausgearbeitet:

"Die "Theologia Deutsch" ist ein Text, den wir nicht genau einem Autor zuweisen können, der aber wohl auch wie Tauler aus dem 14. Jahrhundert stammt, der gedanklich sehr, sehr nahe an Tauler dran ist. Und das hat Luther auch schon gespürt. Er sagte: "Das ist ein Text nach der Art des Johannes Tauler." Die erste wissenschaftliche Veröffentlichung von Martin Luther ist die "Theologia Deutsch". Das war 1516. Und dann hat er nochmal 1518 den vollständigen Text heraus gebracht."

Der Einfluss von Meister Eckhart

Martin Luther kommt durch Tauler mit einem weiteren Dominikaner in Berührung: Meister Eckhart. Den großen Mystiker hatte man aufgrund seiner unkonventionellen Aussagen 1326 bei der Inquisition verklagt.

"Meister Eckhart war damals kaum jemand bekannt. Es gab aber von Tauler gedruckte Ausgaben seiner Predigten, die lernte Luther kennen. In diesen waren auch Predigten von Meister Eckhart, aber die waren nicht gekennzeichnet, dass sie von Meister Eckhart stammten, das weiß man nur heute durch die Forschung," erklärt Reinhard Schwarz.

Als sich Luther in die Texte der Mystik vertieft, hat ihm sein Orden bereits große Verantwortung übertragen: Seit 1514 ist er Provinzialvikar und unterrichtet zugleich als Bibelwissenschaftler an der Universität Wittenberg. Es sind Jahre der Herausforderung, die ihn an die Grenzen seiner physischen und intellektuellen Kräfte bringen. Die Vorstellungen, die er bei Tauler und Meister Ekhard findet, spiegeln sein eigenes Ringen wider und zeigen ungewohnte Antworten auf.

"Du brauchst nicht zu meinen, deine Vernunft könne so wachsen, dass du Gott erkennen könntest. Wenn Gott in dir göttlich leuchten soll, dann fördert dich kein natürliches Licht, es muss vielmehr zu nichts werden. Dann kann Gott mit seinem Licht in dich hinein und in dir leuchten, und er bringt alles mit, was dir ausgegangen ist, und tausendfach und mehr."

Mit diesen Sätzen beschreibt Meister Eckhart den Weg mystischen Erkennens, auf dem sich nach und nach alle vermeintlichen Widersprüche und Zweifel auflösen. Und er fügt hinzu:

"Man soll Gott nicht außerhalb von sich selbst erfassen wollen, sondern als mein eigen und als das, was in mir ist. Gott und ich, wir sind eins."

Meister Eckhart starb 1328, kurz bevor einige seiner Thesen von der Inquisition verurteilt wurden. Damals wusste die Kirche die zeitlose Gültigkeit seiner Botschaft noch nicht zu würdigen, betont Elmar Salmann. Der Benediktiner hat in Rom ein Institut für Philosophie und Mystik gegründet:

"Bedürfnis nach Mystik in Schwellenzeiten"

"Offenbar taucht das Bedürfnis nach Mystik an den Schwellenzeiten, an den gefährlichen Übergangsstellen der Kirchengeschichte auf. In einer solchen Übergangszeit finden wir auch Meister Eckhart: Das scholastische Schulsystem, d.h. ein System, das auf Tradition, auf ungeheures Wissen und auf den Primat des Feststehenden setzte, war dabei zu zerbrechen. Es kündigte sich schon fast das erste Aufdämmern und Aufflammen der Neuzeit an. Meister Eckhart gehört zu den Bettelorden. Und die Bettelorden haben in ihrem Leben wie in ihrer Theologie an dieser Veränderung des kirchlichen Lebens mitgearbeitet."

Übergangszeiten sind stets auch Zeiten der Verunsicherung. Es ist daher nicht verwunderlich, dass Meister Eckharts Vorstellung, der Mensch könne Gott im Herzen, jenseits aller Bilder und Lehrsätze begegnen, bei der mittelalterlichen Kirchenleitung auf Misstrauen stieß. Mystische Gotteserfahrungen entzogen sich dem Zugriff einer Dogmatik, die bemüht war, den christlichen Glauben vor Irrlehren aller Art zu schützen.

Doch es sei genau diese Kraft unmittelbarer Gotteserfahrung, so Elmar Salmann, die Menschen fasziniere, damals wie heute:

"Erkennen ist Wahrnehmen von Wirklichkeit, dass mir ein Licht aufgeht, dass mir etwas einleuchtet und aufleuchtet, dass das, was ich zunächst nicht verstehen konnte – am anderen und an der Welt - auf einmal in meinem Inneren Wirklichkeit wird."

Wachsende Selbstzweifel

Es ist diese Art der Erkenntnis, nach der sich auch der junge Martin Luther sehnt. Doch die Enge seiner konventionellen klösterlichen Erziehung steht ihm zunächst im Weg. Er leidet unter wachsenden Selbstzweifeln und empfindet die eigenen Grenzen immer belastender als schweres persönliches Versagen. Das bringt ihn an den Rand von Depressionen.

Der irische Benediktiner und Ökumeniker Gregory Collins überlegt: "Luthers Ringen mit seinen Anfechtungen entspricht ziemlich genau dem, was in der karmelitischen Tradition als "dunkle Nacht der Seele" oder "des Geistes" beschrieben wird. Es ist die Erfahrung der eigenen Unvollkommenheit und Begrenztheit gegenüber der absoluten Größe Gottes. Und in genau diesem Spannungsfeld wurde Luthers Glaube geboren. Denn Luther erkennt, dass die Bußpraxis der mittelalterlichen Kirche ihm hier absolut nicht weiterhilft. Was ihm letztlich hilft, sind die biblischen Aussagen über Gottes grundlose Gnade, die er bei Paulus im Römerbrief findet."

Während der Ausarbeitung einer Vorlesung entdeckt Martin Luther bei Paulus die für ihn entscheidenden Worte:

"Es ist die Kraft Gottes, die jeden rettet, der daran glaubt."

Plötzlich erkennt der junge Mönch, dass weder seine Werke noch seine intellektuellen Einsichten ihm den Weg zu Gott ebnen, sondern allein das Vertrauen auf dessen Zusage:

"Da hatte ich das Gefühl, ich sei geradezu von neuem geboren und durch geöffnete Tore in das Paradies selbst eingetreten."

Diese Empfindung, die Luther rückblickend beschreibt, hat nach Gregory Collins alle Merkmale einer mystischen Erfahrung:

"Ich denke, es geht um das, was schon Meister Eckhart als "Durchbruch" bezeichnet: Dem Menschen wird dabei zweifelsfrei bewusst, dass Gott in ihm gegenwärtig ist. Das Wichtigste scheint mir dabei, dass diese Erkenntnis nicht eine oberflächliche Emotion ist. Es ist schwer, diese Erfahrung zu beschreiben, sie hat mit Gewissheit zu tun. Es ist nicht nur eine spontane Regung, die kommt und geht, wie das bei manchen Gefühlen der Fall ist. Nein, es handelt sich bei Luther um die Erfahrung der Wahrheit des Glaubens, angesichts der objektiven Gegenwart Gottes beziehungsweise Christi."

"Was wir sind und haben, ist gar nichts"

In der Forschung wird dieses Schlüsselerlebnis Luthers unterschiedlich datiert. Auf jeden Fall dürfte es rund um das Jahr 1517 anzusetzen sein, also in einer Zeit, in der Luther den Mut fand, die damalige Praxis des Ablasshandels öffentlich zu kritisieren.

Fest steht: Ab 1518 entwickelt der Wittenberger Reformator eine umfassende Kreuzestheologie, die "Theologia Crucis": Glauben bedeutet für ihn nun, Gott ebenso bedingungslos zu vertrauen, wie es Christus tat - bis zur letzten Konsequenz. Luther selbst formuliert es so:

"Was wir sind und haben, ist gar nichts. Allein der Glaube an Christus tut alles. Nimmt das ein Mensch im Glauben an, wird er eins mit Christus."

Für Martin Luther schließt diese mystische Verbindung die Bereitschaft ein, mit Christus in jeder Lebenslage vor Gott zu sagen: "Dein Wille geschehe und nicht der meine."

"Er spricht von einer Resignatio Voluntatis, einer Aufgabe des Willens: 'So bleibt nichts als die Resignatio Voluntatis und Nuda Fides in Deum - nackter Glaube in Gott.'"

So kommentiert Volker Leppin und sieht den Reformator mit diesem Glaubensbegriff abermals in der mystischen Tradition des Mittelalters:

"Es kommt zu keinem Bruch. Es kommt zu Veränderungen. Die Konzentration auf den Glaubensbegriff ist etwas, was einen eigenen Akzent Luthers darstellt, aber was nicht zwingend zu einem Bruch mit der Kirche führt."

Zum Konflikt mit Rom kommt es erst, als Luther immer entschiedener die kirchlichen Missstände seiner Zeit kritisiert und Veränderungen fordert. Dazu der evangelische Reformationshistoriker Reinhard Schwarz:

"Auch die mittelalterliche Mystik der Dominikaner enthält kirchenkritische Elemente: Im Eins-Sein mit Gott bin ich entlastet, und habe auch eine größere Freiheit im Dienst an anderen. Bei Luther ist das ganz deutlich ausgesprochen."

Freiheit des Gewissens

Zunehmend beruft sich Luther auf die Freiheit eines Gewissens. Ein Gewissen, das nur einem Gehorsam schuldet: Gott.

"Mein Gewissen muss stehen auf einem festen Grund, der die ewig wissende Wahrheit ist, sonst fehlt es. Nun aber ist Gott allein die Wahrheit. Auf ihm muss das Gewissen stehen und auf nichts anderem mehr."

Aus dieser Einsicht ergibt sich für Luther eine radikale Verantwortung, die ihm niemand abnehmen kann - auch nicht die Kirche. Vielmehr relativiert sich hier die Kompetenz kirchlicher Ämter. Ihre Anordnungen und Lehrsätze dürften nicht zwischen Gott und den Gläubigen treten, erklärt der Reformator.

"Wer ein Meister sein und lehren will, der falle auf seine Knie und spreche: Du lieber Meister Christus, lehre Du mich! - Um der Liebe willen will ich auf die Kirchenlehre und den Papst hören. Wenn man mir's aber um des Heiles willen aufzwingen will: nimmermehr!"

Immer entschiedener lehnt Martin Luther auch Teile der scholastischen Philosophie des Mittelalters ab. Er bezeichnet sie als "Vernünfteleien", als anmaßende Versuche, in Gottes Geheimnis einzudringen.

Konsequent wendet er sich gegen jede Selbstüberschätzung der Vernunft, gegen die Illusion, der Verstand könne alles erfassen, was die Wirklichkeit bestimmt.

Reinhard Schwarz warnt dabei allerdings vor einem tiefgreifenden Missverständnis:

"Es ist falsch, Luther so darzustellen als hätte er die Vernunft in jeder Hinsicht verpönt. Im Gegenteil, er betont ihre große Bedeutung für unser Verhältnis zur Welt, für die wir verantwortlich sind. Aber die Tiefendimension des menschlichen Lebens, die religiöse Dimension, ist rational einfach nicht fassbar. Und deshalb zieht er dort eine deutliche Grenze."

Die Vernunft muss vor Gott schweigen

So sehr die Vernunft im menschlichen Bereich ihr Recht habe, so sehr müsse sie vor Gott schweigen, erklärt Luther und folgt auch hier einem Prinzip der Mystik. Trotzdem läuft der Reformer nie Gefahr, sich in diffuser Beliebigkeit zu verirren, wie manche der radikalen Schwärmer des 16. Jahrhunderts. Denn sein mystisches Denken orientiert sich an einem klaren Korrektiv: dem Evangelium.

Martin Luther drückt es wiederum mit Worten der Mystik aus:

"Die Vernunft will nicht zum Narren werden. Aber Gott will die Vernunft zu einem Narren machen und selber weise sein. Darum, Herr: Lösch aus das Licht meiner Vernunft, dass ich blind werde und Du mich regierst, und ich so sehen möge."

Die Spannung zwischen Glaube und Vernunft war für die christliche Theologie von jeher eine Herausforderung. Sie lässt sich mit herkömmlichen Denkmustern nicht fassen, so wenig wie die Freiheit, die ein Mystiker durch seine Gottesbeziehung gewinnt.

Martin Luthers Gedankengut wurzelt in der mystischen Tradition seiner Zeit - mit all der Sprengkraft, die ihr innewohnt. Wie jeder echte Mystiker war auch er in seiner Religion zu Hause und wies zugleich weit über sie hinaus.

Karl Rahner, deutscher, katholischer Theologe und Jesuit, aufgenommen 1984. (dpa)Der Theologe Karl Rahner (dpa)

Wenn die kirchenhistorische Forschung heute Luthers Mystik erschließt, öffnet sie damit neue Wege für das ökumenische Gespräch. Hat doch niemand Geringerer als der katholische Theologe und Jesuit Karl Rahner gesagt:

"Der Christ der Zukunft wird ein Mystiker sein, - oder er wird nicht mehr sein."

*Leider ist uns ein Fehler unterlaufen. Ursprünglich hieß es an dieser Stelle: "Johannes Tauler war - wie Bernhard von Clairvaux - Dominikaner." Dies ist falsch. Bernhard von Clairvaux war Zisterzienser.  

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk