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StartseiteKulturfragenDie Zukunft der Erinnerung22.04.2011

Die Zukunft der Erinnerung

Der Blick auf die Zeit des Nationalsozialismus verändert sich

Die letzten Zeitzeugen, jene Menschen, die über Konzentrationslager erzählen, von Überleben und Neuanfang berichten könnten, verschwinden langsam. Wie wird die "Zukunft der Erinnerung" künftig aussehen? Saul Friedländer, Historiker und Autor hat Wesentliches für die Erschließung und den Erhalt dieses traumatischen Erbes getan.

Saul Friedländer im Gespräch mit Niels Beintker

Historiker, Publizist und Autor Saul Friedländer  (AP)
Historiker, Publizist und Autor Saul Friedländer (AP)

Der Holocaust, der systematische Mord an Hunderttausenden Juden in ganz Europa, ist das verantwortungsvoll zu bewahrende historische Erbe der Bundesrepublik. Dennoch verändert sich der Blick auf die Nazizeit und ihre Gräuel mit dem Abstand von Jahrzehnten. Jetzt verschwinden auch die letzten Zeitzeugen, jene Menschen, die über Konzentrationslager und Tötungsmaschinerie erzählen, von Überleben, Flucht und Neuanfang berichten könnten. Wie wird die "Zukunft der Erinnerung" künftig aussehen? Wie kann, wie soll die Zeit lebendig gehalten werden?

Saul Friedländer, Historiker, Publizist und Autor, geboren 1932, hat Wesentliches für die Erschließung und den Erhalt dieses traumatischen Erbes getan. Er hat die Archive der früheren Sowjetunion ausgewertet, persönliche Dokumente und Lebenszeugnisse der Opfer gesammelt und veröffentlicht, soziopolitische Strukturen analysiert und Geschichte neu, multiperspektivisch, manchmal auch subjektiv erzählt. Damit hat er nicht nur die neutrale Geschichtswissenschaft herausgefordert, sondern vor allem auch den Opfern wieder eine Stimme gegeben. Seine beiden Werke "Das Dritte Reich und die Juden" mit den Bänden "Die Jahre der Verfolgung" und "Die Jahre der Vernichtung" sind Standardwerke der Erinnerungspolitik.

Das vollständige Gespräch mit Saul Friedländer können Sie mindestens bis zum 22.09.2011 in unserem Audio-on-Demand-Player hören.

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