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StartseiteSportgespräch"Ich trau‘ mir immer alles zu"26.11.2017

Dlf-Sportgespräch"Ich trau‘ mir immer alles zu"

Andrea Milz ist die erste Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt in NRW. "Wir werden zu einem Hallensanierungsplan kommen müssen", fordert sie im Dlf-Sportgespräch.

Andrea Milz im Gespräch mit Andrea Schültke

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Andrea Milz, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt (dpa / Rolf Vennenbernd)
Andrea Milz kann sich Olympische Spiele in NRW vorstellen (dpa / Rolf Vennenbernd)
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Andrea Milz, die von der Sportbasis kommt, kennt die täglichen Herausforderungen der Ehrenamtler. Als ehemaliges Präsidiumsmitglied des Kreissportbundes Rhein-Sieg, wisse sie "wo der Schuh drückt". Ihre Berufung habe zu vielen Reaktionen aus den Vereinen geführt.

So habe sie bereits vieles erfahren und dadurch erste Schwerpunkte im Haushalt umsetzen können. Finanziell sei man gut aufgestellt. "Der Landessportbund wird mit 34 Millionen plus 5 Millionen plus x nach Hause gehen", so Milz.

"Wir werden zu einem Hallensanierungsprogramm kommen müssen", fordert Milz. Man müsse auch schauen, ob man auch private Partner mit ins Boot bekomme. Es gehe darum, "was geht wo": Man brauche erstens frisches Geld, zweitens die Unterstützung der NRW-Bank und drittens Hilfe durch private Partner: "Wir arbeiten da an Ideen". Das "frische Geld" müsse ab 2019 vom Landtag kommen.

Die CDU-Abgeordnete Andrea Milz gestikuliert am Donnerstag (31.05.2012) in Düsseldorf vor der Landtagssitzung. Der neue Landtag ist zur konstituierenden Sitzung zusammen gekommen. (picture alliance/dpa - Federico Gambarini)Andrea Milz (CDU) wird Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt in der Landesregierung von Nordrhein-Westfalen. (picture alliance/dpa - Federico Gambarini)

"Wir können eine Olympiabewerbung nicht in Betracht ziehen, wenn wir die breite Bevölkerung nicht mitnehmen", meint Andrea Milz. Der Bevölkerung müssten die Vorteile einer Bewerbung bewusst gemacht werden.

"Wir können Gastgeber"

Ein Schub werde durch NRW gehen: "Die Hallen werden besser, die kaputten Dächer verschwinden und die kaputten Toiletten ebenfalls." Sie mache sich da keine Sorgen, dass die Geldgeber sich davor verschließen könnten.

NRW habe tolle Sportstätten und sei schon immer gerne Gastgeber von großen Sportereignissen gewesen. "Wir müssen der Welt zeigen: Wir können Gastgeber." Man müsse das ganze Projekt "Olympia" bodenständig angehen und die Leute begeistern. Die breite Bevölkerung in NRW müsse profitieren: Der Breitensportler bekomme eine neue Halle und drängende Verkehrspojekte würden angegangen.

"Frauen, ihr könnt Ehrenamt"

Bis 2018 habe man Planungssicherheit bei der Finanzierung. Man müsse jetzt schauen, wie sich eine neue Bundesregierung sportpolitisch aufstelle. "Im Moment können wir mit Berlin nicht sprechen, wir wüssten nicht mit wem", so Milz. Sie hoffe, im Frühjahr dann so richtig loslegen zu können.

Für die Zukunft des Ehrenamts im Sport sei es auch wichtig, mehr Frauen für solche Projekte zu gewinnen. Ihr Appell an alle Trainerinnen und Trainer: "Ihr kennt eure Frauen am Besten und wisst, was die können. Da müsst ihr stärken und sagen: 'Ihr könnt das'.

Das gesamte Gespräch können Sie mindestens sechs Monate in unserer Mediathek nachhören.

Äußerungen unserer Gesprächspartner geben deren eigene Auffassungen wieder. Der Deutschlandfunk macht sich Äußerungen seiner Gesprächspartner in Interviews und Diskussionen nicht zu eigen.

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