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Seit 08:10 Uhr Interview
StartseiteDossierMein Leben in fünf Sätzen25.12.2015

Dmitrij Schostakowitsch Mein Leben in fünf Sätzen

Als "Gewissen des russischen Volkes" wird Dmitrij Schostakowitsch oft bezeichnet. Ein Genie, das gezwungen war, der Macht zu dienen, und dabei die Gabe besaß, in seiner Musik die Wahrheit zu sagen. Einer Musik voller Tragik, Hass, Spott - voller unausgesprochen ausgesprochener Gedanken und Gefühle.

Von Mario Bandi

Das Denkmal des russischen Komponisten und Pianisten Dmitri Schostakowitsch in Moskau. (imago / ITAR-TASS)
Das Denkmal des russischen Komponisten und Pianisten Dmitri Schostakowitsch in Moskau. (imago / ITAR-TASS)

So verwandelte sich jede Premiere seiner Sinfonien in ein Fest - und jedes seiner Werke malt ein Klangporträt des sowjetischen Zeitalters: Berauscht von den großen Ideen der Revolution und von kleinbürgerlicher Glückssuche, begeistert von unerhörten wissenschaftlichen und sozialen Experimenten, bedrückt von dem Diktat der Selbstaufopferung für die Heimat, von Angst und Hass.

Scheinbar kindische Freude am Marschieren und Singen verbirgt zarteste Lyrik. Für die Machthaber war der Komponist schwer zu fassen, in doppelter Hinsicht. Schostakowitsch widerspiegelte aber nicht nur seine Zeit, sondern mit zunehmendem Alter auch sich selbst: Es gibt ein nahezu autobiografisches Stück, das "achte Streichquartett", in dessen fünf Sätzen er sich gewissermaßen privat offenbart.

Was er mit Worten kaum tat. Seine Lieblingsantwort auf jede neugierige Frage war: "Es hat sich so ergeben ..."

Produktion: DLF 2006

Dmitrij Schostakowitsch: Mein Leben in fünf Sätzen (PDF)

Dmitrij Schostakowitsch: Mein Leben in fünf Sätzen (TXT)

Maxim Schostakowitsch, Sohn des berühmten Komponisten Dimitri Schostakowitsch, bei einem Konzert der St. Petersburger Philharmonie (picture alliance/dpa/Igor Russak)Maxim Schostakowitsch, Sohn des berühmten Komponisten Dimitri Schostakowitsch, bei einem Konzert der St. Petersburger Philharmonie (picture alliance/dpa/Igor Russak)

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