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StartseiteEssay und DiskursPygmalion und Dädalus02.07.2017, 09:30 Uhr

documenta 14Pygmalion und Dädalus

Michael Köhlmeier, Schriftsteller und Sagenerzähler aus Hohenems/Vorarlberg erzählt von Dädalus, der beispiellosen Karriere eines Ingenieurs, der auf der Suche nach Perfektion zum frustriert missverstandenen Bildhauer-Künstler wird.

Von Michael Köhlmeier und Konrad Paul Liessmann

68 Ruinenblöcke des griechischen Künstlers Andreas Angelidakis sollen während der zehntägigen Auftaktveranstaltung der documenta 14 vom 14. bis 24. September immer wieder umgestaltet werden. Das Künstlerteam will während der Veranstaltung Raum für Diskussion und Aktion bieten. Offiziell beginnt die documenta 14 in Athen am 8. April 2017, zwei Monate später eröffnet sie dann in Kassel. Foto: Alexia Angelopoulou/dpa | Verwendung weltweit (Alexia Angelopoulou/dpa)
documenta 14 - Auftakt in Athen (Alexia Angelopoulou/dpa)
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Konrad Paul Liessmann, Philosoph aus Wien, wertet die Geschichte als ein großes Dokument der griechischen Kultur, des Humanismus, die die Vielfalt menschlicher Regungen zeigt und viel erzählt von der Psyche des Künstlers, der egomanisch und neidisch auf alles ist, was ihm in die Quere kommen kann.

Die zweite Geschichte handelt von Pygmalion, dem Bildhauer, der sich in eine perfekte Statue aus Elfenbein verliebt. Liessmanns Interpretation: Sehnsucht macht kreativ. Kunstwerke bringen etwas zum Stillstand, das wirkliche Leben steht in ihnen still. Das Kunstwerk übersteigt die Wirklichkeit, damit aber muss der Künstler auf die reale Wirklichkeit verzichten.

Mitschnitt eines einzigartigen Dialogs über Mythologie und Kunst vom BR (2012).

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