Samstag, 16.12.2017
Startseitedocumenta-echoGroßstadt trifft Voodoo27.07.2017

documenta-echo: Akinbode AkinbiyiGroßstadt trifft Voodoo

Der Fotograf Akinbode Akinbiyi erzählt mit seiner Kamera Geschichten - und Geschichte. Sein Credo: Man kann die Welt nur verstehen, wenn man einen Blick in die Vergangenheit wirft - und sich bei allem viel Zeit lässt.

Von Susanne Luerweg

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Eine Vielzahl von Schwarz-weiß-Bildern hängt in drei großen Rahmen an einer weißen Wand.  (documenta 14 / Fred Dott)
Auf seinen Spaziergängen durch die Straßen von Bamako, Berlin, Kairo, Dakar, Johannesburg, Kinshasa, Lagos und anderen Megastädten hat Akinbode Akinbiyi soziale Strukturen erforscht. (documenta 14 / Fred Dott)
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Akinbode Akinbiyi, geboren 1946 in Oxford in England als Sohn nigerianischer Eltern, wollte eigentlich Schriftsteller werden und studierte Literaturwissenschaft in seiner Geburtsstadt. Über Umwege fand er zur Fotografie und erzählt seitdem mit seiner Kamera Geschichten - und Geschichte. 2016 gewann er die Goethe Medaille.

"Passageways, Involuntary Narratives, and the Sound of Crowded Spaces"

Akinbiyis Fotografien zeigen Menschen und Plätze in verschiedenen Ländern. Auf der documenta 14 sind Fotos aus Berlin, Kassel, Athen, Philadelphia und seiner Heimatstadt Lagos zu sehen. Akinbiyis Ziel: Mit Fotos die Welt erklären, ohne den Zeigefinger zu erheben.

Neben Großstädten interessieren Akinbiyi auch die Natur, Rituale und das Spirituelle. So zeigen seine Werke auf der documenta nicht nur überfüllte Großstadtareale, sondern auch Voodoo-Zeremonien im Wald. Sein Credo: Man kann die neue Welt nur verstehen, wenn man einen Blick in die Vergangenheit wirft - und sich bei allem viel Zeit lässt.

Akinbode Akinbiyi: "Passageways, Involuntary Narratives, and the Sound of Crowded Spaces" (2015–2017), Athener Konservatorium (Odeion), Athen und Naturkundemuseum im Ottoneum, Kassel

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