Samstag, 16.12.2017
Startseitedocumenta-echoWas ist schön?10.07.2017

documenta-echo: Daniel García AndújarWas ist schön?

Kleine, weiße, makellose Skulpturen: Figuren aus dem 3D-Drucker, hergestellt von Daniel García Andújar. Doch dann verändert der spanische Künstler den Code und produziert plötzlich farbige Exemplare. Sein documenta-Kunstwerk stellt die Frage, wer die Deutungshoheit über unsere Körper hat.

Von Anna Kohn

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In der Neuen Galerie in kassel stehen Steinskulpturen zwischen, verkanteten Holzbalken.  (Deutschlandradio / Joanne Moar)
Die klassischen griechischen Skulpturen hat der Spanier Daniel Andújar mit dem 3-D-Drucker im Miniaturformat nachgebildet. (Deutschlandradio / Joanne Moar)
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Daniel García Andújar wurde 1966 in Almoradí in Spanien geboren und lebt in Barcelona. Er ist Künstler und Netzaktivist: Eines seiner bekanntesten Kunstprojekte "Postcapital. Archive 1989 - 2001" basiert auf einem digitalen Archiv mit über 250.000 Dateien, die García Andújar über zehn Jahre hinweg aus dem Internet zusammengetragen hat. Das vor rund 20 Jahren von ihm gegründete fiktive Unternehmen "Technologies To The People" bildet die Plattform für seine Arbeit.

"The Disasters of War - Metics Academia"

Für die documenta 14 hat sich der Spanier mit den Themen Gewalt und Widerstand auseinander gesetzt. Andújar stellt in Athen unter anderem kleine Figuren aus, klassische griechische Skulpturen, geformt von einem 3D-Drucker, bei denen er zum Teil die ursprüngliche Farbe verändert hat. Wer den Code kennt, könne auch das System ändern und so den Körper befreien, sagt Andújar. 

Der Künstler steht neben einer Skulptur aus menschlichen Figuren und Lattengerüsten. (dpa/Uwe Zucchi)Der Künstler Daniel García Andújar hat sich für die documenta 14 mit Gewalt und Widerstand auseinander gesetzt. (dpa/Uwe Zucchi)

Daniel García Andújar: "The Disasters of War - Metics Academia" (2017), documenta 14, EMST – Nationales Museum für Zeitgenössische Kunst, Athen 

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