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Startseitedocumenta-echoDie Unbehauste05.07.2017

documenta-echo: Erna RosensteinDie Unbehauste

Als Juden waren die surrealistische Malerin Erna Rosenstein und ihre Eltern in der Zeit des Nationalsozialismus der Verfolgung ausgesetzt. Sie selbst überlebte, ihre Eltern wurden ermordet. Posthum hat Rosenstein ihnen zwei Gemälde gewidmet, die auf der documenta 14 zu sehen sind.

Von Veronica Bock

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Zwei Gemälde von Erna Rosenstein hängen nebeneinander an einer weißen Wand.  (Änne Seidel / Deutschlandradio)
Erna Rosenstein hat ihren Eltern zwei Gemälde gewidmet: "Dawn – Portrait of artist’s father" (l.) und "Midnight – Portrait of artist’s mother". (Änne Seidel / Deutschlandradio)

Erna Rosenstein, geboren 1913 in Lemberg, gestorben 2004 in Warschau, war eine polnische Malerin des Surrealismus und Dichterin. Sie selbst nannte sich "Die Unbehauste". Als Juden waren sie und ihre Eltern im Nationalsozialismus der Verfolgung ausgesetzt. Ihre Eltern wurden ermordet, sie dagegen konnte fliehen.

"Midnight – Portrait of artist’s mother" & "Dawn – Portrait of artist’s father"

Bilder und Worte sowie magische Objekte aus Müll sind Erna Rosensteins künstlerische Mittel. Oft thematisiert sie in ihren Arbeiten den Krieg, die Verfolgung, die Toten. »Erst nach dem Tod beginnen wir die Verstorbenen zu verstehen, als wollten sie uns endlich mitteilen, was sie zu ihren Lebzeiten nicht konnten oder sich nicht zu sagen trauten,« schrieb Erna Rosenstein. Die documenta 14 zeigt ihre Bilder "Midnight – Portrait of artist’s mother" und "Dawn – Portrait of artist’s father" in der Neuen Galerie in Kassel.

Erna Rosenstein: "Midnight – Portrait of artist’s mother" und "Dawn – Portrait of artist’s father", documenta 14

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