Sonntag, 17.12.2017
Startseitedocumenta-echoDie kreative Macht des Zusammenkommens09.07.2017

documenta-echo: Georgia SagriDie kreative Macht des Zusammenkommens

Macht, Identität, soziale Gepflogenheiten: Georgia Sagri beschäftigt sich in ihren Arbeiten mit gesellschaftlichen Konstrukten. In Kassel und Athen will sie mit einer sechs Tage andauernden Performance ein soziales Zusammenkommen provozieren - und so an der "kreativen Macht" der Menschen teilhaben.

Von Vera Pache

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Georgia Sagri bei ihrer Performance vor Zuschauern im Glas-Pavillion in Kassel. (Deutschlandradio / Änne Seidel)
Sechs Tage lang wird die Performance "Dynamis" der Künstlerin Georgia Sagri aufgeführt - ununterbrochen und zeitgleich in Kassel und Athen. (Deutschlandradio / Änne Seidel)
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Georgia Sagri wurde 1979 in Athen geboren. In ihren Arbeiten beschäftigt sie sich mit gesellschaftlichen Konstrukten - mit Identitäten, sozialen Gepflogenheiten und Machtkonstruktionen. Dabei hinterfragt die Künstlerin Verhaltensmuster und bestehende Systeme: das, was wir machen, das, was wir glauben, das, was wir über uns ergehen lassen und die Art, wie wir zusammenleben.

"Dynamis"

Auf der documenta 14 zeigt Sagri ihre Arbeit "Dynamis", bestehend aus 28 Skulpturen und einer sechstägigen Performance, die zeitgleich in Kassel und Athen aufgeführt wird. Sie wolle ganz behutsam die Öffentlichkeit miteinbeziehen, so Sagri. Allerdings gehe es ihr dabei nicht in erster Linie ums Mitmachen. Vielmehr möchte sie dieses Zusammenkommen arrangieren, um an der "kreativen Macht" der Menschen teilzuhaben.

Georgia Sagri während ihrer Performance "Dynamis". (Deutschlandradio / Änne Seidel)Georgia Sagri während ihrer Performance "Dynamis". (Deutschlandradio / Änne Seidel)

Georgia Sagri: "Dynamis" (2017), documenta 14, Tositsa 5, Athen, Glas-Pavillons an der Kurt-Schumacher-Straße, Kassel, sowie öffentlicher Raum

Videoporträts zum documenta-echo

Das documenta-echo ist nicht nur hörbar, sondern auch sichtbar: Im Rahmen einer Kooperation mit der Kunsthochschule Kassel entstehen experimentelle Videoporträts, die auf dem documenta-Portal des Deutschlandfunks veröffentlicht werden. Genau wie die Audios sind auch die Videos eigenständige kleine Kunstwerke – erstellt von Studierenden der Klasse Film und bewegtes Bild der Kunsthochschule Kassel.

Dieses filmische Porträt ist eine Arbeit von Alexandra Münzner, Bahiyyeh Panahi und Malika Salama. Es zeigt Aufnahmen der Performance von Georgia Sagri während der documenta 14 in Kassel.

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