Sonntag, 19.11.2017
Startseitedocumenta-echoDie Wissenschaft vom Spazierengehen17.07.2017

documenta-echo: Lucius BurckhardtDie Wissenschaft vom Spazierengehen

"Betrachten heißt: neue Blickwinkel erschließen, Sehweisen ausprobieren, Ungewohntes wahrnehmen, störende Elemente aufdecken, Fehler machen und bei sich selbst bemerken." Die documenta 14 begibt sich auf die Spuren von Lucius Burckhardt - Begründer der "Spaziergangswissenschaft".

Von Veronika Bock

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Zehn Aquarelle von Lucius Burkhardt hängen in zwei Reihen an einer weißen Wand. (Deutschlandradio / Änne Seidel)
Lucius Burckhardt malte seine Aquarelle ausgehend von der Grundfrage: Warum ist Landschaft schön? (Deutschlandradio / Änne Seidel)
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Lucius Burckhardt, 1925 in Davos in der Schweiz geboren, 2003 in Basel gestorben, war ein Schweizer Soziologe, Nationalökonom, Kunsthistoriker und Planungstheoretiker. Bekannt wurde er als Begründer der Promenadologie - der Spaziergangswissenschaft. Dahinter steht die Idee, dass eine Stadt oder Landschaft nur durch das langsame Erwandern wirklich erfahrbar sei. Die Spaziergangswissenschaft, so Burckhardt, "sucht den Ort und das Lebendige auf, versucht sich darin, das Betrachten wiederzuentdecken." 

"Landschaftstheoretische Aquarelle"

Die documenta 14  bietet Spaziergänge nach Lucius Burckhardt an und zeigt einige seiner "landschaftstheoretischen Aquarelle", die der Schweizer Universalgelehrte während seiner jahrzehntelangen Lehrtätigkeit als Professor für Soziologie an der Architekturfakultät der Universität Kassel anfertigte.

Ein Aquarell zeigt eine Staffelei mit einem Bild eines klassisch griechischen Tempels mit sechs Säulen. (Deutschlandradio / Änne Seidel)Athen auf der Leinwand: ein Aquarell von Lucius Burckhardt (Deutschlandradio / Änne Seidel)

Lucius Burckhardt: Arbeiten aus der Serie "Landschaftstheoretische Aquarelle" (1970–1995), Hochschule der Bildenden Künste Athen (ASFA) – Pireos-Straße ("Nikos-Kessanlis"-Ausstellungshalle), Athen sowie Neue Galerie und Peppermint, Kassel

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