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Startseitedocumenta-echoErinnerung an eine große Fotografin20.07.2017

documenta-echo: Moyra DaveyErinnerung an eine große Fotografin

Ein verwitterter Grabstein in Kalkutta, ein Archiv in New York. Moyra Daveys documenta-Arbeit "Walking with Nandita" ist ein Spaziergang durch Zeit und Raum, auf den Spuren der britischen Fotografin Julia Margaret Cameron.

Von Veronika Bock

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Schwarz-weiß-Fotografien hängen ungerahmt an einer Wand, darüber und darum sind kleine bunte, konfetti-artige Vierecke geklebt. (documenta 14 / Mathias Voelzke)
Bilder aus Moyra Daveys Serie "Walking with Nandita". (documenta 14 / Mathias Voelzke)
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Moyra Davey, 1958 geboren in Toronto, Kanada, lebt und arbeitet in New York City. Ihre Arbeiten sind Kompositionen aus Fotografien, geschriebenen Texten und Videos. Sie wendet sich oft unscheinbaren Dingen zu, die so leicht übersehen werden: Staub, Büchern, Münzen, leeren Whiskyflaschen, Grabsteinen oder Menschen, die in der U-Bahn schreiben.

"Walking with Nandita"

Auf der documenta 14 zeigt sie ihre Foto-Serie "Walking with Nandita", welche die Betrachter auf den Spuren der Fotografin Julia Margaret Cameron von einem Friedhof in Kalkutta in ein Archiv der New York Public Library führt. Die Fotos entstanden während Spaziergängen mit Nandita Raman, einer indischen Fotografin.

Julia Margaret Cameron war eine bedeutende britische Fotografin der viktorianischen Epoche, geboren 1885 in Kalkutta als Tochter eines leitenden Angestellten der "East India Company". Erst im Alter von 48 Jahren begann sie zu fotografieren. Zu Camerons Lieblingsmodellen gehörte ihre Nichte Julia Jackson, deren Tochter die Schriftstellerin Virginia Woolf war. 1926 brachte Woolf den Bildband "Julia Margaret Cameron. Victorian Photographs of Famous Men & Fair Women" heraus.

Moyra Davey: "Walking with Nandita" (2016), documenta 14

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