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Startseitedocumenta-echoKunst geht durch den Magen24.07.2017

documenta-echo: Rasheed AraeenKunst geht durch den Magen

Ein Dach, ein Tisch und ein Teller Essen. Mehr brauchen Menschen nicht, um zusammen zu kommen und eine neue Welt zu schaffen. Auf der documenta 14 in Athen hat der pakistanische Künstler Rasheed Araeen eine Suppenküche eröffnet - hier entsteht die Kunst beim Essen.

Von Charlotte Stiévenard

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Ein bunter, offener Pavillon auf dem Kotzia-Platz in Athen, errichtet vopm Künstler Rasheed Araeen für die documenta 14. (Charlotte Stiévenard / Deutschlandradio)
Für die documenta 14 hat sich der pakistanische Künstler Rasheed Araeen von einer Tradition aus Südasien inspirieren lassen. Er entwarf ein Zelt, geschmückt mit seinen Lieblingsmotiven: farbige geometrische Vierecke. (Charlotte Stiévenard / Deutschlandradio)
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Der heute 82-jährige Rasheed Araeen wurde in Pakistan geboren, studierte Bauingenieurwesen in Islamabad und zog 1964 nach London. In seinem ersten bekannt gewordenen Kunstwerk sind die Spuren seiner Ausbildung sichtbar: Es besteht aus geometrischen farbigen Metallstrukturen, die man abbauen und wieder zusammenbauen kann.

Politisch aktiv, bezeichnet er sich selbst als "afro-asiatischer" Künstler. 1978 gründete er die Zeitschrift "Black Phoenix", die 1987 in "Third Text" umbenannt wurde. Das Magazin stellte die Idee des Eurozentrismus in Frage, die damals in der Welt der Kunst eine vorherrschende Rolle spielte. Noch heute präge diese "imperialistische Weltanschauung" die westliche Kunstszene, sagt Rasheed Araeen.

"Shamiyaana - Food for Thought: Thought for Change"

Geometrische Formen aus buntem Stoff: Für die documenta 14 hat Araeen einen offenen Pavillon auf dem Kotzia-Platz in Athen errichtet - ganz im Sinne einer alten südasiatischen Tradition: Der Pavillon ist einem traditionellen Hochzeitszelt nachempfunden.

Der Künstler Rasheed Araeen steht neben einer Köchin in seinem für die documenta 14 errichteten "Shamiyaana"-Pavillion. (Charlotte Stiévenard / Deutschlandradio)Der 82-jährige Künstler Rasheed Araeen in seinem für die documenta 14 errichteten "Shamiyaana"-Pavillon, in dem Mitglieder der griechischen Nichtregierungsorganisation "Earth" Essen zubereiten. (Charlotte Stiévenard / Deutschlandradio)

In der Mitte des Pavillons kochen Mitglieder der griechischen Nichtregierungsorganisation "Earth" für Reiche und Arme, für Migranten und Touristen. Während sie gemeinsam speisen, kreieren sie das Kunstwerk.

Rasheed Araeen: "Shamiyaana - Food for Thought: Thought for Change" (2016-17), documenta 14, Kotzia-Platz, Athen

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