Freitag, 15.12.2017
Startseitedocumenta-echoMagie und Schrecken im Paradies19.07.2017

documenta-echo: Rosalind NashashibiMagie und Schrecken im Paradies

Mitten im Urwald liegt das Atelier, in dem die Künstlerin Vivian Suter mit ihrer Mutter lebt – in idyllischer Abgeschiedenheit, aber auch der Gewalt der Natur und den herrschenden Drogenkartellen ausgesetzt. Die Filmemacherin Rosalind Nashashibi hat die beiden Frauen besucht.

Von Isabelle Klein

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Rosalind Nashashibis abstraktes Gemälde "Vivian's Garden" hängt für die documenta 14 im Palais Bellevuein Kassel. (Deutschlandradio / Joanne Moar)
"Vivian's Garden" - so lautet nicht nur der Titel des Films, den Rosalind Nashashibi über die Künstlerinnen Vivian Suter und Elisabeth Wild gedreht hat, sondern auch der Titel ihres Gemäldes, das ebenfalls auf der documenta 14 zu sehen ist. (Deutschlandradio / Joanne Moar)
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Rosalind Nashashibi, 1973 geboren in Croydon, im Süden von London, studierte Malerei an der Sheffield Hallam University und Kunst an der Glasgow School of Art. In diesem Jahr ist sie für den renommierten Turner Prize nominiert.

"Nashashibi dreht ihre Filme immer in Augenhöhe", sagt die französische Kunstkritikerin Clara Schulmann. Jede Einstellung sei wie ein Augenlid, das sich öffnet und schließt. In dieser Einstellung hat Nashashibi auch ihre documenta-14-Arbeit "Vivians Garden" gedreht.

"Vivians Garden"

Hierfür hat die britische Filmemacherin die beiden Künstlerinnen Vivian Suter und ihre Mutter Elisabeth Wild in deren selbst gewählten Exil in Panajachel in Guatemala besucht. Beide seien wie zwei mädchenhafte Schwestern, die einmal Mutter, einmal Tochter füreinander seien – "und zuweilen auch für mich", meint Nashashibi. Arbeiten von Suter und Wild sind ebenfalls auf der documenta 14 zu sehen.

Rosalind Nashashibi: "Vivians Garden" (2017), Hochschule der Bildenden Künste Athen (ASFA) – Pireos-Straße ("Nikos-Kessanlis"-Ausstellungshalle), Athen und Ottoneum, Kassel

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