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Startseitedocumenta-echoDer andere Blick auf die Geschichte18.07.2017

documenta-echo: Tshibumba Kanda MatuluDer andere Blick auf die Geschichte

Der kongolesische Straßenkünstler Tshibumba Kanda Matulu gilt seit 1981 als verschollen. Bis heute ist nicht bekannt, was aus ihm geworden ist. Hinterlassen hat er 101 Bilder, in denen er die Geschichte seines Heimatlandes erzählt.

Von Vera Pache

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Eine Auswahl der insgesamt 101 Bildern von von Matulu hängt an einer Wand im Benaki Museum in der Annex Pireos-Strasse in Athen. (Documenta 14 / Stathis Mamalakis)
In 101 Bildern malte Tshibumba Kanda Matulu die Geschichte seines Landes Zaïre. (Documenta 14 / Stathis Mamalakis)
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Der Genre-Maler und Straßenkünstler Tshibumba Kanda Matulu wurde 1947 in Élisabethville (heute Lubumbashi) geboren, damals noch in der Kolonie Belgisch-Kongo. In den 70er-Jahren traf Kanda Matulu den deutschen Anthropologen Johannes Fabian, der ihm den Auftrag gab, die Geschichte seines Landes zu malen, der Demokratischen Republik Kongo, die damals noch Zaïre hieß.

"101 Works"

In etwa anderthalb Jahren malte Tshibumba die Geschichte Zaïres in 101 Bildern, die nun auf der documenta 14 zu sehen sind. Die Gemälde dienten außerdem als Inspiration für den australischen Künstler Gordon Hookey, der ebenfalls auf der documenta 14 vertreten ist.

Tshibumba Kanda Matulu ist 1981 in Zaïre verschwunden. Bis heute ist nicht bekannt, was aus ihm geworden ist.

Tshibumba Kanda Matulu: "101 Works" (1973–1974), documenta 14, Benaki Museum, Annex Pireos-Straße, Athen

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